Ballmer warnt vor überzogenen Erwartungen an Windows 7

9. Oktober 2009, 09:38
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Will noch nicht so recht an den Erfolg glauben - Auch das Test-Feedback für Vista sei äußerst positiv gewesen

Während die bisherigen Berichte über Windows 7 erheblich positiver als jene über den Vorgänger Vista ausfallen, gibt es doch einen, der noch nicht so recht in den Kanon der Lobpreisungen einstimmen will: Microsoft-Boss Steve Ballmer zeigt sich in den letzten Monaten immer wieder bemüht, die Erwartungen an die neue Betriebssystemgeneration nicht all zu hoch werden zu lassen.

Optimismus

Ballmer möchte damit wohl eine Wiederholung des Vista-Desasters - in Hinblick auf die öffentlich Wahrnehmung - verhindern: Denn auch damals sei das Feedback der TesterInnen äußerst positiv ausgefallen, erinnert sich der Microsoft-CEO nun gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er sei zwar prinzipiell optimistisch, was Windows 7 anbelange, wie das Betriebssystem aber wirklich angenommen werde, werde sich allerdings erst mit der Zeit zeigen.

Reaktion

Damit verweist Ballmer auch auf ein prinzipielles Problem des Softwareentwicklungsprozesses: Das Feedback der meist recht technisch orientierten TesterInnen ist nicht sonderlich repräsentativ für die breite Masse. Auch bei Vista gab es anfänglich nur vereinzelt negative Reaktionen, erst als das Betriebssystem veröffentlicht - bzw. in die Produktion geschickt - wurde, drehte sich die öffentliche Meinung rasch.

Einschätzung

Trotzdem ist wohl eher nicht davon auszugehen, dass die Befürchtung des Microsoft-CEOs wahr werden, immerhin ist Windows 7 im Vergleich zu Vista nur ein relativ kleines Upgrade mit begrenzten Änderungen aber einigen spürbaren Optimierungen. Insofern ist die Ansage von Ballmer wohl auch als taktisches Tiefstapeln zu verstehen. (red)

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