Gruner + Jahr rechnet mit roten Zahlen und muss 200 Millionen einsparen

8. Oktober 2009, 19:27
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"News"-Chef Voigt: "Unser Beitrag wird übersichtlich ausfallen" - Investitionen - vor allem im Onlinebereich - werden dennoch gesetzt

Während beim "News"-Verlag auf den Österreichischen Medientagen Donnerstagabend Oktoberfest-Feiern angesagt war, ist die Stimmung beim deutschen Mutterkonzern Gruner + Jahr düster. Der heurige Umsatz werde um 250 bis 300 Millionen Euro einbrechen, verkündete Finanzvorstand Achim Twardy seinen Mitarbeitern, berichtet Horizont.net. Es seien Einsparungen in Höhe von 200 Millionen Euro notwendig, damit nicht auch das operative Ergebnis negativ ausfalle - 80 Millionen Euro davon sollen bei den Gruner + Jahr-Ablegern im Ausland eingespart werden.

"News"-Generalgeschäftsführer Oliver Voigt bleibt dennoch gelassen. "Unser Beitrag wird übersichtlich ausfallen. Wir haben bereits über die letzten Jahre hinweg entscheidende Schritte gesetzt", so Voigt. Der News-Verlag stehe daher heute besser dar, als das Gesamtunternehmen. Freilich müssten alle zu den Sparmaßnahmen beitragen, in Österreich werden aber dennoch auch künftig Investitionsschritte, vor allem im Onlinebereich, gesetzt, so Voigt. "Von Abholzen kann hier keine Rede sein."

Dem Zeitschriftengeschäft von Gruner + Jahr stehen weitere Umbaumaßnahmen ins Haus. Dem Vorstandschef Bernd Buchholz schweben offenbar weitere Plattform-Lösungen wie die Zentralredaktion der Wirtschaftsmedien vor. Außerdem sollen neue Geschäftsfelder wie zum Beispiel Fachinformationen und Online-Datenbanken für Industrie und Handel erschlossen werden. Auch weitere Kündigungen schließt Buchholz nicht aus. (APA)

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