Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg soll vor Sicherheitsrat

8. Oktober 2009, 15:32

Nahost-Debatte auf 14. Oktober vorverlegt

New York/Kairo/Genf - Die arabischen Länder bestehen darauf, dass der sogenannte Goldstone-Report zu möglichen Kriegsverbrechen im dreiwöchigen Gaza-Krieg Anfang des Jahres vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen kommt. Auf einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch (Ortszeit) in New York konnte die Forderung jedoch nur bedingt durchgesetzt werden. Demnach wird die monatliche Ratsdebatte über die Entwicklung im Nahen Osten eine Woche auf kommenden Mittwoch (14. Oktober) vorverlegt.

Der von den meisten islamischen und afrikanischen Staaten begrüßte Bericht war im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates von einem Expertenteam unter Leitung des als Sonderermittler eingesetzten ehemaligen obersten Richters Südafrikas und Chefanklägers für Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien und Ruanda, Richard Goldstone, nach fünfmonatigen Untersuchungen erstellt worden. Israel boykottierte die Arbeit der Ermittler und pochte auf sein "Recht auf Selbstverteidigung". In dem Report wurden auch die Raketenangriffe militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen auf Israel als "inakzeptable Kriegsverbrechen" eingestuft. Bei der dreiwöchigen israelischen Gaza-Offensive waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und über 5000 weitere verletzt worden.

Widerstand der USA

Libyens UN-Chefdelegierter Abdelrahman Shalgham, dessen Land derzeit dem Sicherheitsrat angehört, kündigte namens der arabischen Staatengruppe an, den Goldstone-Bericht, der vor allem Israels Vorgehen kritisch beleuchtet, bei der Aussprache des höchsten Entscheidungsorgans der Vereinten Nationen zum Thema zu machen. In der offenen Debatte des 15-Länder-Gremiums können die Mitglieder jedes ihnen wichtig erscheinende Thema ansprechen.

Der Antrag, den von Israel abgelehnten Bericht offiziell auf die Tagesordnung zu setzen, scheiterte allerdings am Widerstand der USA. Der US-Vertreter Alejandro Wolff verwies darauf, dass der Report vom UN-Menschenrechtsrat in Genf in Auftrag gegeben worden war: "Der richtige Ort, um ihn zu diskutieren, ist deshalb Genf." Im Menschenrechtsrat war die Abstimmung über eine von den arabischen Staaten eingebrachte Resolution zu dem Bericht allerdings auf März nächsten Jahres verlegt worden. Dies löste auch in seinem eigenen Lager einen Sturm der Entrüstung über den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas aus, dem vorgeworfen wird, unter amerikanischem Druck der Verschiebung zugestimmt zu haben.

Goldstone und seine Mitarbeiter waren zu dem Ergebnis gekommen, dass sowohl auf israelischer, als auch auf palästinensischer Seite Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden seien, die aufgeklärt werden müssten. Die US-Regierung erklärte, mehrere Schlussfolgerungen des Berichts seien fehlerhaft. Israel dürfe nicht mit der Hamas gleichgesetzt werden. Israel solle die Vorwürfe gegen sein Militär selbst neu überprüfen. (APA)

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22 Postings
wolfileitner
00
16.10.2009, 16:17
goldstone hin oder her - kriegsverbrechen sollten immer bestraft werden!

es ist ja nett, zu hören, dass durch den goldstone bericht endlich mal schwung in die sache bringt. jedoch vermisse ich die courage von staatsoberhäuptern, welche diese verbrechen schon zu beginn verurteilen und nicht erst wage äuserungen tätigen, wenn endlich mal ein bericht vorliegt! folgendes video zeigt zwar einseitig, die kriegsverbrechen der israelis, jedoch weist es auf die brutalität und den hass dieser beiden völker aufeinander nur all zu gut hin! kinder als schutzschilder etc. sollte sich jeder selbst ein bild machen.

http://tinyurl.com/czruuy

H. K.7
134
9.10.2009, 14:02

"But the facts of the report are built mostly on testimonies of Palestinian eyewitnesses, which have received little scrutiny or verification.

Critics also call attention to parts of the commission’s work that they say was sloppily done, without sufficient cross-examination and double checking of information. Alternative interpretations of the incidents described are not considered, let alone fully explored."

Hubert Ungeist
 
415
9.10.2009, 14:18
Wenn die einzige Kritik ist das die meisten

Augenzeugen Palästinenser sind - dann muss man wohl sagen - NoNa.

Israelische IDF Soldaten werden von de IDF ja nicht benannt.

Dann blieben ja nur mehr Marsmenschen, die auch dort gewesen sind.

Ausländische Journalisten ließ übrigens Israel nicht zu.

Georg Schütt
52
10.10.2009, 16:25
Sich auf Dauer dummstellen ist kein geeignetes Rezept. Es könnte klar werden, dass Sie bewusst Unwahrheiten verbreiten.

Nicht dass Palästinenser die Zeugen sind, ist das Problem.

Das Problem ist, dass diese Zeugen unbekannt sind, dass man auch nicht weiß, wie die Vernehmungen verlaufen sind usw.

Kurz: Das Problem ist: Hier werden namenlose Zeugen genannt, und Israel soll eben nicht die Möglichkeit haben, diese Zeugen selbst vor einem ordentlichen Gericht zu befragen. Denn das scheuen Leute wie Sie wie der Teufel das Weihwasser.

Com Pirx
11
12.10.2009, 12:23

Komisch, dass Sie diesen Vorwurf nicht an den israelischen Untersuchungsbericht richten.

Sie sind offensichtlich auch kein Freund von Wasser, geweihtem wie ungeweihtem.

Fritz Wunderlich
11
13.10.2009, 10:44

Na, da werden aber auch keine vorwürfe konstruiert, deren ungeheuerlichkeit nicht zu belegen sind, dass du solche unterschiede nicht verstehst, siehe dein rechtsverständnis westlicher staat, zivilrecht, etc. versus sharia und nicht vorhandene gewaltentrennung in diktaturen, deren aussendungen (syrien, iran, ..) du einen gleichwertigen wahrheitsgehalt zuordnest, ist evident

das ist eben eine generation, die hier mit haider großgeworden ist, der hat die demokratische erziehung in österreich nachhaltig beschädigt

Com Pirx
00
13.10.2009, 17:02

Ich weiß nicht über wen Sie gerade fabulieren, aber lustig zu lesen ist es trotzdem.

Fritz Wunderlich
60
10.10.2009, 20:03

das macht der schüssel-fan habituell

Fritz Wunderlich
203
9.10.2009, 10:16

http://www.forward.com/articles/116269/
die sogenannten fakten würden vor gericht nicht standhalten, diese kommission und der unmenschenrechtsrat sind ein einziger skandal, ein antisemitischer

Com Pirx
21
12.10.2009, 12:50

So ein Jammer. Da müssen pro-israelische Amateure gegen Goldstone antreten, weil die israelische Armee sich ganz gegen ihre Natur tot stellt bzw. einen Bericht veröffentlicht, der mangels Zeugen weder beleg- noch widerlegbar ist.

Fritz Wunderlich
00
13.10.2009, 10:45

dein naturbegriff ist ein antisemitischer

Com Pirx
00
13.10.2009, 17:02

Ich hab Sie auch ganz lieb.

H. K.7
162
9.10.2009, 14:07
danke, wunderlich. guter link


goldstone gibt in diesem inteview offen zu, dass er arabische aussagen sammelt, die israel dann widerlegen darf.
und die antis. hier glauben es handle sich um tatsachen ...

Hubert Ungeist
 
315
9.10.2009, 14:19
Die IDF

nennt nkeine Soldaten - könenn also nicht befragt werden.

AUsländische Journalisten wurden von der IDF nicht zugelassen.

Marsmenschen gibts sehr wenige (geht gege Null) in Gaza.

Bleibt was übrig?

Placebo
 
315
9.10.2009, 00:55
Sobald USA und co ihre Macht im Sicherheitsrat verlieren werden sie einen Grund finden ihn abzuschaffen...

Fritz Wunderlich
253
8.10.2009, 17:50
In attempting to discover whether Palestinian civilians were adequately protected by Hamas, Goldstone says delicately (par 35) that the mission

"was faced with a certain reluctance by the persons it interviewed in Gaza to discuss the activities of the armed groups."
the mortar shelling of al-Fakhura junction in Jabalya next to an UNRWA school. This was the site of the infamous accusation by the UN that Israel had shelled the school itself, killing more than 40 civilians sheltering there. The UN eventually admitted that this was entirely false and the school had not been shelled at all. Israel had instead returned mortar fire at the street next to the school from where firing was still continuing, killing a small number of Hamas terrorists.
Par 688... The Mission notes that the attack may have been in response to a mortar attack from an armed Palestinian group but considers the ...

Jonathan Goutkin
518
8.10.2009, 23:38
In attempting to hush banned weaponry, Israel defence forces (IDF) officials were extorting witnesses who recognized these illegal actions.

http://tinyurl.com/cfzz32

Andreas S.
174
9.10.2009, 11:29

dein verlinkter artikel kommt raus wenn ein nicht fachman googelt und copy pasted.
Der Autor copy pastet ueber die zielballistic der 5.56mm Steyr Flechette Munition aus dieser website
http://www.waffenhq.de/infanteri... hette.html
des Steyer ACR (ging nie in serie)
http://www.steyr-aug.com/acr2002.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/Steyr_ACR

wohl weil er nichts ueber die 105 mm M494 APERS-T munition gefunden hat. (das ist die die israel verwendet), dh er verwechselt gewehr mit kanonen munition.

btw auch die russen haben so was in georgien verwendet, nur dort hats niemanden gestoert ...

warum auch, den diese munition ist ja auch nicht gebannt wie du erfindest.

Fritz Wunderlich
70
9.10.2009, 19:55

also gefälscht?

Andreas S.
102
9.10.2009, 22:39

nicht gefaelscht sondern halbwahr: diese munition wurde eingetzt (wahr), aber das sie verboten ist, das ist erfunden.


Diese munition gibt es seit den 60er jahren (vereinfacht erklaert: schrot munition (in nadelform) fuer panzer gegen infantrie), ist weltweit verbreitet, aber in der oeffentlichkeit relativ unbekannt.

Der artikel bedient das vorurteil das israel verbotene waffen einsetzt bzw neue waffen and den p. testet.

Weiters ist die zitierte wundballistik im artikel falsch und bezieht sich auf eine andere munition (Styer ACR). (unkenntniss des zitierers??)

siehe auch:
http://www.google.com/search?q=... +flechette

Fritz Wunderlich
70
10.10.2009, 14:08

danke

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