Litauen hofft auf Staatsanleihe

8. Oktober 2009, 14:37
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Staatspräsidentin Grybauskaite: Gute Konditionen auf internationalen Märkten ausgehandelt

Vilnius/Helsinki - Die wirtschaftlich angeschlagene Baltenrepublik Litauen will sich mit Hilfe einer Staatsanleihe in der Höhe von 1,5 Mrd. Dollar (1,02 Mrd. Euro) flüssig halten und so die Aufnahme eines Kredits beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vermeiden. Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite behauptete am Mittwoch im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in der finnischen Hauptstadt Helsinki, es sei Litauen bereits gelungen, die Staatsanleihe zu guten Bedingungen auf den internationalen Märkten zu platzieren.

Ministerpräsident Andrius Kubilius meinte im Zusammenhang mit der kolportierten Dollaranleihe in einem Zeitungsinterview, das Vertrauen der internationalen Finanzmärkte in Litauen befinde sich stufenweise wieder im Aufwind. Er wollte aber keine Angaben über die tatsächliche Höhe des Erlöses aus der Staatsanleihe machen, da internationales Recht eine derartige Aussage vor Abschluss der Transaktion verbiete, so Kubilius in einem am Donnerstag ausgestrahlten Radiointerview.

Das Portal "Baltic Business News" hatte am Mittwoch gemeldet, die Rating Agentur Fitch habe den in US-Dollar gezeichneten Eurobond der Republik Litauen mit einer Laufzeit bis 2015 entsprechend dem Länderrating mit BBB, Ausblick Negativ eingestuft. Standard & Poor's beurteilte die Anleihe ebenfalls mit BBB/Negative/A-3.

Die Wirtschaftsprognosen für Litauen wiesen nach einem im Frühjahr befürchteten Rückgang des BIP im Gesamtjahr 2009 von über 22 Prozent zuletzt wieder leicht nach oben. (APA)

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