Wiener Linien bestätigen Überwachung durch Detektive

8. Oktober 2009, 14:36
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Unternehmen streitet Datenweitergabe an Personalbüro ab

Wien- Die Wiener Linien haben am Donnerstag nach entsprechenden Vorwürfen der FPÖ bestätigt, dass Mitarbeiter durch externe Detektive überwacht wurden. Dabei habe es sich jedoch um wenige Fälle gehandelt, sagte ein Sprecher der Wiener Linien. Diese Praxis werde nun nicht mehr angewandt, wurde versichert. Anschuldigung, wonach Krankendaten an die Personalabteilung weitergeleitet worden seien, wiesen die Verkehrsbetriebe zurück.

"Die Wiener Linien haben in wenigen Ausnahmen Detektive eingesetzt, um Mitarbeiter, bei denen der begründete Verdacht des Krankenstandmissbrauchs gehegt wurde, zu kontrollieren", begründete Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer die Vorgangsweise. Krankenstandmissbrauch sei Betrug am Gemeinwohl bzw. an Sozialleistungen und werde auch von den 99,9 Prozent jener Bediensteten, welche zur vollsten Zufriedenheit ihren Dienst versehen, nicht toleriert. Bei wie vielen Fällen Detektive eingesetzt wurden, war nicht zu erfahren. Die FPÖ hat von elf Fällen gesprochen.

Überprüfung verdächtiger Personen

Zur Frage, warum zur Überprüfung verdächtiger Personen nicht die Kontrolleure der Betriebskrankenkasse eingesetzt worden seien, wurde nicht Stellung genommen. Ebenfalls in Schweigen hüllten sich die Wiener Linien bezüglich der Anschuldigung, wonach sich interne Revisoren womöglich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt zu den Wohnräumen von krankgemeldeten Personen verschafft hätten.

Weitergabe von Krankendaten

In Sachen Weitergabe von Krankendaten hieß es: "Die Direktionsärzte der Wiener Linien bzw. die Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe geben keine ärztlichen Diagnosen oder andere Krankenstandsdaten weiter - mit Ausnahme des Datums, an welchem der Mitarbeiter der jeweiligen Dienststelle wieder zur Verfügung stehen wird." Die Datenschutzbestimmungen würden im Interesse der Bediensteten eingehalten.

Angaben zur Krankengeschichte

FPÖ-Klubobmann Eduard Schock hatte in einer heutigen Pressekonferenz einen geschwärzten Krankenakt an Medienvertreter verteilt, der auch den Stempel der Personalabteilung "P21" trug. In dem Papier waren u.a. Angaben zur Krankengeschichte, Diagnose und Medikation des betroffenen Wiener-Linien-Mitarbeiters nachzulesen. (APA)

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