Kopfhörer ermöglicht Handysteuerung über Augen

8. Oktober 2009, 14:11
  • Artikelbild

Sensoren messen elektrische Ladezustände im Gesicht

Forscher des japanischen Mobilfunkkonzerns NTT Docomo haben Kopfhörer entwickelt, die eine Steuerung von Handys oder MP3-Player über die Augen ermöglichen. Die auf der diesjährigen CEATEC Japan vorgestellte Innovation macht sich die elektrischen Ladezustände des Augapfels zunutze, die an den Rändern und in der Mitte unterschiedlich ausfallen. Bewegen sich die Augäpfel in eine bestimmte Richtung, kann der veränderte Ladezustand von Sensoren am Kopfhörer erfasst werden. Festgelegte Augenbewegungen, wie nach oben oder rechts zu schauen, können folglich bestimmten Bedienfunktionen von Handys oder anderen mobilen Geräten zugeordnet werden.

Augenbewegung von rechts nach links

In der Live-Demonstration auf der CEATEC zeigte NTT Docomo, dass mit einer Augenbewegung von rechts nach links der exemplarisch verwendete MP3-Player auf dem Handy eingeschaltet werden kann. Zwei kurz nacheinander folgende Augenbewegungen nach rechts führten dazu, dass der Player zum nächsten Lied weitersprang. Eine kreisende Augenbewegung im Uhrzeigersinn hebt die Lautstärke an, die Bewegung entgegen des Uhrzeigersinns sorgt für ein klangliches Abdimmen.

Docomo arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits seit drei Jahren an der Entwicklung des Systems, bis zur Marktreife werde aber noch einige Zeit vergehen. Zum einen müssten die verwendeten Elektroden noch verfeinert werden. Gleichzeitig sollten zur Steuerung nur Augenbewegungen berücksichtigt werden, die im Alltag normalerweise nicht zur Anwendung gelangen.

 

Mit ihrem innovativen Ansatz der Handysteuerung über Kopfhörer-Sensoren ist Docomo allerdings nicht allein. So hat kürzlich erst Sony Ericsson einen speziellen Kopfhörer vorgestellt, der als Handy-Headset gänzlich auf Knöpfe und Bedienelemente verzichtet. Das Headset erkennt, wenn der User einen Ohrstöpsel ins Ohr gibt oder herausnimmt. Im ersten Fall beginnt die Musik zu spielen, im entgegengesetzten Fall stoppt die Musik bzw. wird die Telefonfunktion des Smartphones aktiviert. (pte)

 

Kommentar posten
22 Postings
gutartiger Bösmensch
00
9.10.2009, 08:30
Also da geht eine schöne Frau an mir vorbei

und schon bin ich am skippen durch die Playlist? Hört sich nicht so toll an.

tunguska
00
8.10.2009, 22:17
Schaut ja ziemlich deppat aus.

Schon lange nicht mehr so einen Unfug gesehen....

Aber gut, wenn sich wer zum Affen machen will... haha

Keyser
01
9.10.2009, 08:25

Die Idee, das so eine Technik auch dazu verwendet werden kann um Menschen mit Behinderung die Bedienung solcher Geräte zu ermöglichen, kommen sie wohl nicht, oder?

M L3
01
13.10.2009, 01:55
Das halte ich auch für den ziemlich einzigen Sinn der Sache

dafür aber toll!

Lethawae
00
8.10.2009, 20:26

Das geht mit meinem Telefon schon lange.
Man muß nur recht schmerzunempfindlich sein.

estewe
01
8.10.2009, 18:55
Seh schon die Nachrichten vom ersten Toten

Fussgänger der nicht nach links und rechts schauen wollte, weil gerade so ein gutes Lied im ipod war, von Auto überfahren.

jerry springer
01
8.10.2009, 18:02
sofort...

...stephen hawking anrufen.

seiltaenzerin
02
8.10.2009, 16:51

Fragt sich, ob so die Augen zu verrenken wirklich angenehmer ist als das Gerät mit den Händen zu bedienen...

Jo_ey
00
9.10.2009, 09:09
ich hab jetz ne minute mit den augen rumgedreht

und muss sagen, dass das auf die dauer echt anstrengend/unangenehm wird

beispiel: ich hab 512 lieder am handy - wenn ich da ein bestimmtes hörn will komm ich um die händische bedienung ohnehin nicht herum

eine art "tastensperre" wäre bei der bedienung mit den augen ebenfalls empfehlenswert

HankMoody
01
8.10.2009, 16:38
äußerst schräg!!!

Tymon Tyco
11
8.10.2009, 16:01

Für Egoshooter ist das super!
Endlich mal dorthin schießen, wo man hinschaut.

lapaiz
03
8.10.2009, 14:58
interessant ja, aber...

A: hey das freut mich, daß du mich anrufst. was gibts?
B: !? keine ahnung - hab nur gschaut!

;-)

Druffie
00
8.10.2009, 14:53

was wenn ich, drum'n base hörend, nach einem kleinen radler und vielleicht magnesiumpulver oder eisentabletten ein wenig die kontrolle über meine augen verlier?

Lethawae
01
8.10.2009, 20:27

Wäre bei deiner Rechtschreibung vermutlich eher das kleinere Problem.

jerry springer
01
8.10.2009, 18:07
dann schreibst hundert mal...

...ich darf nur mehr musik, die ich buchstabieren kann, hören.

schau, schau
00
9.10.2009, 00:46
interessant

der genuss von musik ist also direkt gekoppelt mit der fähigkeit, ihre bezeichnung verschriftlichen zu können.

nicht einmal humorvoll betrachtet ist der kommentar witzig...

jerry springer
00
9.10.2009, 11:02
nein...

...der genuss von *text* ist direkt gekoppelt mit der fähigkeit, ihre bezeichnung verschriftlichen zu können, und über ihren sinn für humor brauchen sich nur subventionierte inuit-kabarettisten gedanken machen.

schau, schau
00
9.10.2009, 15:17
und was glauben sie

wieviel text ein durchschnittlicher drum'n'bass- track so beinhaltet?

jerry springer
00
9.10.2009, 17:22
ist das relevant...

...angesichts der tatsache, dass der von ihnen bemeckerte kommentar sich bezieht auf den text eines postings? haben sie heute viel arbeitszeit dem sudern gewidmet? wie unproduktiv ist ihr ärger in nackten zahlen?

Dr. Dee Kay
01
8.10.2009, 14:50

da schmerzen ja beim Zusehen schon meine eigene Augen!
außerdem meinte meine Mutter früher immer, dass dabei die Augen stecken bleiben können ;-)

Elef
00
8.10.2009, 14:42
Dass man das so messen kann ist schon interessant...

Allerdings könnte die Anwendung kaum sinnloser sein. Ich höre Musik, wenn ich jogge, wenn ich lese, wenn ich beim Zugfahren aus dem Fenster schaue, beim Radfahren... welche Augenbewegungen bleiben da noch für die Steuerung übrig?

Truhe
 
02
8.10.2009, 16:26

Was? Sie schauen noch mit den Augen? Wie vorsintflutlich!
Schaun tut man heutzutag mit den Ohr gesteuerten Kameras!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.