Sensoren messen elektrische Ladezustände im Gesicht
Forscher des japanischen Mobilfunkkonzerns NTT Docomo haben Kopfhörer entwickelt, die eine Steuerung von Handys oder MP3-Player über die Augen ermöglichen. Die auf der diesjährigen CEATEC Japan vorgestellte Innovation macht sich die elektrischen Ladezustände des Augapfels zunutze, die an den Rändern und in der Mitte unterschiedlich ausfallen. Bewegen sich die Augäpfel in eine bestimmte Richtung, kann der veränderte Ladezustand von Sensoren am Kopfhörer erfasst werden. Festgelegte Augenbewegungen, wie nach oben oder rechts zu schauen, können folglich bestimmten Bedienfunktionen von Handys oder anderen mobilen Geräten zugeordnet werden.
Augenbewegung von rechts nach links
In der Live-Demonstration auf der CEATEC zeigte NTT Docomo, dass mit einer Augenbewegung von rechts nach links der exemplarisch verwendete MP3-Player auf dem Handy eingeschaltet werden kann. Zwei kurz nacheinander folgende Augenbewegungen nach rechts führten dazu, dass der Player zum nächsten Lied weitersprang. Eine kreisende Augenbewegung im Uhrzeigersinn hebt die Lautstärke an, die Bewegung entgegen des Uhrzeigersinns sorgt für ein klangliches Abdimmen.
Docomo arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits seit drei Jahren an der Entwicklung des Systems, bis zur Marktreife werde aber noch einige Zeit vergehen. Zum einen müssten die verwendeten Elektroden noch verfeinert werden. Gleichzeitig sollten zur Steuerung nur Augenbewegungen berücksichtigt werden, die im Alltag normalerweise nicht zur Anwendung gelangen.
Mit ihrem innovativen Ansatz der Handysteuerung über Kopfhörer-Sensoren ist Docomo allerdings nicht allein. So hat kürzlich erst Sony Ericsson einen speziellen Kopfhörer vorgestellt, der als Handy-Headset gänzlich auf Knöpfe und Bedienelemente verzichtet. Das Headset erkennt, wenn der User einen Ohrstöpsel ins Ohr gibt oder herausnimmt. Im ersten Fall beginnt die Musik zu spielen, im entgegengesetzten Fall stoppt die Musik bzw. wird die Telefonfunktion des Smartphones aktiviert. (pte)
Die Idee, das so eine Technik auch dazu verwendet werden kann um Menschen mit Behinderung die Bedienung solcher Geräte zu ermöglichen, kommen sie wohl nicht, oder?
was wenn ich, drum'n base hörend, nach einem kleinen radler und vielleicht magnesiumpulver oder eisentabletten ein wenig die kontrolle über meine augen verlier?
...der genuss von *text* ist direkt gekoppelt mit der fähigkeit, ihre bezeichnung verschriftlichen zu können, und über ihren sinn für humor brauchen sich nur subventionierte inuit-kabarettisten gedanken machen.
...angesichts der tatsache, dass der von ihnen bemeckerte kommentar sich bezieht auf den text eines postings? haben sie heute viel arbeitszeit dem sudern gewidmet? wie unproduktiv ist ihr ärger in nackten zahlen?
Dass man das so messen kann ist schon interessant...
Allerdings könnte die Anwendung kaum sinnloser sein. Ich höre Musik, wenn ich jogge, wenn ich lese, wenn ich beim Zugfahren aus dem Fenster schaue, beim Radfahren... welche Augenbewegungen bleiben da noch für die Steuerung übrig?
Was? Sie schauen noch mit den Augen? Wie vorsintflutlich!
Schaun tut man heutzutag mit den Ohr gesteuerten Kameras!
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