FPÖ kritisiert Kindergeld-Reform

8. Oktober 2009, 11:45
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Freiheitliche wollen außerdem neues, "kinderorientiertes" Scheidungsrecht

Wien - Die FPÖ will für Österreich ein neues, "kinderorientiertes" Scheidungsrecht. Ziel sei es, das Recht des Kindes auf gemeinsame Obsorge beider Elternteile im Falle einer Trennung gesetzlich zu verankern, erklärte der stellvertretende Parteiobmann Norbert Hofer am Donnerstag. Um Unterstützung aus der Bevölkerung zu erhalten, starteten die Freiheitlichen eine Homepage, wo man eine entsprechende Petition unterschreiben kann.

"Jede dritte Ehe in Österreich wird geschieden, in Wien sogar zwei Drittel. Bei diesen Trennungen müssen Würde und Schutz der Kinder immer an erster Stelle stehen", so Hofer. Derzeit gebe es in Österreich das Modell der freiwilligen gemeinsamen Obsorge, die "wesentliche Vorteile" für Kinder bringe.

FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller wies außerdem darauf hin, dass die Reform des Kindergeldes nicht weit genug gehe. Im heute tagenden Familienausschuss bringen die Freiheitlichen deshalb einige bereits bekannte Forderungen ein: Der Karenzanspruch solle auf drei Jahre erhöht und die Zuverdienstgrenze beim Kindergeld abgeschafft werden. Außerdem solle die Laufzeit des Kindergeldes für alle gleich gelten und ein "Geschwisterbonus" bezahlt werden, wenn innerhalb der ersten drei Lebensjahre ein weiteres Kind zur Welt kommt. (APA)

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