Ehrlich währt am längsten

8. Oktober 2009, 11:03
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87 Prozent der Österreicher würden niemals beim Lebenslauf tricksen, um bessere Chancen bei der Jobsuche zu haben

Wien – Gute Referenzen, ein gelungenes Anschreiben, ein professionelles Foto – Jobsuchende haben es nicht immer leicht bei einer Bewerbung. Vieles gibt es zu beachten, doch Eines ist ganz besonders wichtig: ein aussagekräftiger Lebenslauf. Er ist in der Regel die erste Möglichkeit, bei einem potentiellen Arbeitgeber Interesse zu wecken.

Lieber nicht "aufpolieren"

Wenn etwas so wichtig ist, könnte möglicher Weise auch öfter Schönfärberei im Spiel sein. Doch weit gefehlt: Eine aktuelle Online-Umfrage des Karriereportals Monster unter 4.997 Arbeitnehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ergab, dass sich 87 Prozent der Österreicher im Lebenslauf rein an die Fakten halten. Dagegen haben nur zehn Prozent der Befragten bei ihren Fremdsprachen- und PC-Kenntnissen zu dick aufgetragen und lediglich drei Prozent der Umfrageteilnehmer haben ein Praktikum erfunden.

Ambivalentes Mogeln

Die Nachbarn Deutschland und Schweiz verhalten sich ambivalent. Die Deutschen legen mit 85 Prozent am wenigsten Wert auf Ehrlichkeit bei den Angaben im Lebenslauf, die Schweizer folgen mit 86 Prozent auf dem Fuß, wiederum dicht gefolgt von den Österreichern. Die haben mit 87 Prozent die höchste Ablehnung gegenüber falschen Daten im Lebenslauf. Was allerdings Computer- und Fremdsprachenkenntnisse angeht, mogeln in Deutschland genau wie in Österreich zehn Prozent der Befragten gerne mal ein wenig. Ehrlicher sind hier die Schweizer: Nur acht Prozent von ihnen neigen dazu, bei Fremdsprachen- und Computerkenntnissen etwas zu übertreiben. Anders verhält es sich allerdings beim Thema Praktika: Während sechs Prozent der Schweizer schon mal ein Praktikum angegeben haben, das sie in Wirklichkeit nie absolviert haben, haben dies in Deutschland gerade mal fünf Prozent der Befragten gemacht. (red, derStandard.at)

Hinweis zur Umfrage

4.997 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen vom 31. August bis zum 13. September 2009 an der Umfrage teil. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Meinung der Nutzer wider

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    Entpuppt sich der Lebenslauf als Mogelpackung, kann auch Kündigung drohen

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