"Free Tibet"

Richard Gere kritisiert Obama

08. Oktober 2009 09:49

US-Präsident will Dalai Lama erst nach Treffen mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Hu Jintao sehen

Washington - Der Dalai Lama hat am Mittwoch in Washington zwei Tibet-Aktivisten ausgezeichnet. Anwesend waren auch Hollywoodstar Richard Gere und der deutsche Schauspielers Hannes Jaenicke. US-Präsident Barack Obama fehlte.

Er hat das Zusammentreffen mit dem Dalai Lama im letzten Augenblick verschoben, weil er zuerst eine für November in Peking geplante Begegnung mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Hu Jintao absolvieren wolle, wurde bekannt gegeben.

Richard Gere kritisierte daraufhin die Entscheidung von Barack Obama. Er wünschte sich, sein Präsident hätte mehr Mut bewiesen, erklärte Gere in seiner Rede. Auch Schauspieler Jaenicke erklärte am Rande der Veranstaltung: "Ich finde diese Entscheidung höchst irritierend."

Gastgeber der jährlichen Verleihung der "Light of Truth" (Licht der Wahrheit)- Awards war die "International Campaign for Tibet" (Internationale Kampagne für Tibet - ICT). Sie ist die weltweit größte Tibet-Organisation. Jaenicke vertrat in der Feierstunde ICT-Deutschland, Gere ist internationaler Vorsitzender der Organisation und weltweit als Kämpfer für das Selbstbestimmungsrecht des tibetanischen Volkes bekannt.(APA)

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