Großrazzia in USA und Ägypten gegen "Phishing"-Betrüger

8. Oktober 2009, 09:37
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Dutzende Verdächtige wegen Internet-Betrugs festgenommen

Ermittler in den USA und Ägypten haben am Mittwoch in einer länderübergreifenden Razzia einen Ring von mutmaßlichen Internet-Betrügern gesprengt, die sich mittels gefälschter Nutzer-Identitäten Zugang zu Bankkonten verschafft haben sollen. Die US-Bundespolizei FBI nahm nach eigenen Angaben 33 Verdächtige fest, in Ägypten wurden zeitgleich 47 Menschen festgenommen.

Größter Einsatz in der Geschichte

Das FBI bezeichnete die zweijährigen Ermittlungen als bisher größten Einsatz gegen Internet-Kriminalität in der Geschichte der USA. Den Angaben zufolge erschlichen sich Computer-Hacker in Ägypten durch so genannte "Phishing"-Methoden persönliche Zugangsdaten für die Bankkonten von tausenden US-Computer-Nutzern. Mithilfe von Komplizen in den USA veranlassten sie betrügerische Überweisungen auf die eigenen Konten. Den Verdächtigen werden insgesamt 51 Vorwürfe zur Last gelegt.

"Eine besorgniserregende Entwicklung"

Der Vizedirektor des federführenden FBI-Büros in Los Angeles, Keith Bolcar, sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung, wie sich Identitätsdiebstahl inzwischen verbreitet". Die Ermittlungen hätten gezeigt, dass sich Computer-Kriminelle international zusammenschlössen und ihre Talente bündelten, um "mit großer Gier" Betrug an Nutzern zu begehen. Als "Phishing" bezeichnen Experten das Erschleichen vertraulicher Zugangsdaten von Internet-Nutzern. Dabei werden Nutzer etwa mit betrügerischen E-Mails zur Preisgabe geheimer Daten gebracht. Eine weitere "Phishing"-Methode seien so genannte "Trojaner", die nach dem Herunterladen auf den Rechner sensible Daten wie Passwörter protokollieren können.(APA/AFP)

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