Mit Hüftschwung durch den Alltag

8. Oktober 2009, 08:44
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Initiative Gesunde Gelenke informiert über die Krankheit Arthrose

Seit der Mensch gelernt hat, aufrecht zu gehen, gehört das Hüftgelenk zu den Gelenken, die am stärksten belastet werden - und damit auch zu jenen, die am häufigsten an Arthrose erkranken.
Arthrose, auch Osteoarthrose genannt, ist eine übermäßige oder vorzeitige Abnützung des Gelenkknorpels. Die Erkrankung gilt als häufigste Ursache für Gelenksprobleme: Bis zu 80 Prozent der über 50-Jährigen sind von Arthrose betroffen.

„Arthrose kann mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen, die die Betroffenen in ihrem Alltag und auch in Ihrer Selbständigkeit massiv einschränken.", so Elisabeth Preisinger vom Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Krankenhaus Hietzing. „Im Fall der Hüftarthrose haben Betroffene oft Schwierigkeiten, Stiegen zu steigen, nach dem Sitzen aufzustehen oder sich zu bücken. Auch das einfache Gehen kann Beschwerden bereiten."

Schwerstarbeiter Hüftgelenk

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken, mit den Lebensjahren zunimmt, handelt es sich nicht um eine reine Alterserscheinung. Die Abnutzung des Hüftgelenks, dem zweitgrößten Gelenk unserer Körpers, beginnt bei etwa der Hälfte der Menschen schon ab dem 35. Lebensjahr. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen Fehlstellungen, Fehlbelastung sowie Übergewicht.

Wer rastet, der rostet

Doch Arthrose ist kein Schicksal! Mit den richtigen Maßnahmen können die Symptome gebessert und das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. „Bei Arthrose der Knie oder der Hüfte ist es zunächst wichtig, das Gelenk zu entlasten. Fehlstellungen müssen ausgeglichen werden und Übergewichtige sollten versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren", so Dr. Karin Nagel-Albustin, ebenfalls vom Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Krankenhaus Hietzing. 

Doch Entlastung bedeutet nicht, die Gelenke ruhig zu stellen und auf Bewegung zu verzichten: „Auch wenn es widersprüchlich klingt: Gerade arthrotische Gelenke profitieren von Bewegung, Ruhigstellen ist hingegen kontraproduktiv", ergänzt Nagel-Albustin. „Hier gilt tatsächlich: Was rastet, das rostet".

Die Initiative Gesunde Gelenke

Unter dem Motto „Bleiben wir mobil" will die Initiative Gesunde Gelenke über die Erkrankung Arthrose umfassend informieren und Betroffenen so Hilfestellung bieten, um die Krankheit selbst in die Hand zunehmen. Das erklärte Ziel ist die Minimierung eventueller Gelenksschäden durch Aufklärung und Bewegungsmotivation.

Erste Informationen erhalten Interessierte im persönlichen Gespräch über die Infohotline der „Initiative Gesunde Gelenke." Dort kann eine breite Palette an Informationsmaterial angefordert werden. Die Initiative organisiert außerdem in regelmäßigen Abständen Vorträge und Veranstaltungen, bei denen sich Interessierte persönlich informieren und mit anderen austauschen können. So auch am 26. November in Wien. (red)

Die Initiative Gesunde Gelenke lädt zum Patientenvortrag „Mobil bleiben bei (Hüft-)Arthrose" am 26. November 2009 um 15:30 Uhr im Polycollege Wieden, Stöbergasse 11-15, 1050 Wien.

Elisabeth Preisinger vom Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Krankenhaus Hietzing informiert über die Krankheit Arthrose, im Speziellen über Hüftarthrose, ihre Kollegin  Karin Nagel-Albustin spricht über die Bedeutung von Bewegung und probiert mit den Teilnehmern auch gleich Übungen aus.

Die Teilnahme ist frei. Anmeldung erbeten.
Hotline : jeden Di & Do 9 -14 Uhr, 0664/82 60 180.
E-Mail: office@fischill.at, Internet: Initiative Gesunde Gelenke

 

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