Tsunami-Warnung aufgehoben

8. Oktober 2009, 06:23
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Nach schweren Erdbeben zwischen den Salomonen-Inseln und Vanuatu wurden nur kleinere Wellen ausgelöst - Ursprüngliche Warnung ging an über 20 Staaten

Washington/Wellington/Port Vila - Nach den schweren Erdbeben im Südpazifik ist die Gefahr eines gefährlichen Tsunamis gebannt. Das Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii hob den Alarm Donnerstag früh auf. Es habe sich keine Riesenwelle gebildet.

Insgesamt ereigneten sich drei Beben: Das erste der Stärke 7,8 um 00.03 Uhr MESZ, 15 Minuten später das zweite der Stärke 7,3, und ein drittes um 01.13 der Stärke 7,1. Die Epizentren lagen in unmittelbarer Nähe auf halbem Weg zwischen den Salomonen-Inseln und Vanuatu.

Evakuierungen wurden bereits angeordnet

Die Menschen auf den flachgelegenen Inseln der Region reagierten nach erster Panik erleichtert. Über 20 Staaten und tief gelegene Regionen wurden vor einem Tsunami gewarnt worden. Neben Vanuatu, einer Gruppe aus 83 Inseln mit 200.000 Einwohnern, waren auch die Fidschi-Inseln, die Solomonen, Papua Neuguinea, Tuvalu, Neukaledonien, Nauru und Kiribati betroffen. Alarmiert wurden auch die Behörden in Australien, Neuseeland und Indonesien. In manchen Regionen wurden bereits Evakuierungen angeordnet .

In Vanuatus Haupstadt Port Vila, flüchteten die Bewohner nach der Warnung aus den Küstenregionen in höhergelegene Gebiete. Auf den Fidschi-Inseln wurden die Bewohner tiefer gelegener Landstriche in Sicherheit gebracht. Büros und Schulen wurden geschlossen, das Zentrum der Hauptstadt Suva wurde von Soldaten und Polizisten abgesperrt. Die Behörden empfahlen Hotels, Touristen in höhergelegene Regionen zu bringen. Auch im 500 Kilometer südwestlich von Vanuatu gelegenen Neukaledonien wurden Schulen geräumt und die Menschen mit Hilfe von Sirenen zum Verlassen der Küstengebiete aufgefordert. Auch in Tuvalu forderte die Polizei die Küstenbewohner auf, sich ins Landesinnere zu begeben.

Entwarnung aber starke Strömungen

Trotz der Entwarnung riet das Zentrum den Behörden der betroffenen Länder zu Wachsamkeit. Die Flutwelle könne an Küsten in der Nähe des Epizentrums Zerstörungen anrichten. Wegen starker Strömungen könnten Schiffe und Küstenbauten noch über Stunden bedroht sein. Neuseeland versetzte seine Rettungskräfte in Alarmbereitschaft und riet seinen Bürger vom Besuch der Strände ab. Es sei aber extrem unwahrscheinlich, dass der Tsunami in Neuseeland Schäden anrichte, erklärte das Zivilschutzministerium. In Port Vila waren die Beben nach Angaben eines Mitarbeiters der französischen Botschaft nur kurz zu spüren. Bisher seien noch keine Schäden bekannt.

Weiteres Beben auf den Philippinen

Ein weiteres Beben der Stärke 6,7 ereignete sich fast zur gleichen Zeit 280 Kilometer vor der philippinischen Insel Jolo. Auch dies verursachte nach ersten Angaben keine Schäden. Erst vor zehn Tagen hatte ein Tsunami nach einem Beben der Stärke 8,3 den Inselstaat Samoa im Südwestpazifik überrollt und 180 Menschen in den Tod gerissen. Einen Tag später erschütterte ein Beben die indonesische Insel Sumatra, die Zahl der Toten wird auf mehrere Tausend geschätzt.

2004: 250.000 Tote

Vor bald fünf Jahren, am 26. Dezember 2004, hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 nach Richter vor Sumatra eine gewaltige Flutwelle ausgelöst. Rund 250.000 Menschen fanden in den Morgen-und Vormittagsstunden den Tod. Unter den Opfern des schlimmsten Bebens seit 40 Jahren befanden sich auch 86 Österreicher. (APA/AP/AFP/Reuters)

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    Beobachtungen im Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii 

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