Wiener Immobilienpreise unverändert hoch

7. Oktober 2009, 16:51
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Die Eigentumspreise steigen etwas langsamer als die Mieten

Auf den Markt für Wiener Privatimmobilien hat die Wirtschaftskrise bisher kaum Auswirkungen, jedenfalls nicht im für Immobiliensuchende positiven Sinn: Nach einem leichten Einbruch im vierten Quartal des Vorjahres steigen die Preise seit Jahresbeginn 2009 wieder konstant an. Eigentumsobjekte wurden seitdem um 5,8 Prozent, Mietobjekte sogar um 6,8 Prozent teurer, so das FindMyHome.at-Immo-Barometer.

Im dritten Quartal verlief der Preisanstieg zwar etwas moderater als im Vorjahr, entwickelte sich bei den Mieten aber auch um immerhin 2,3 Prozent und bei Eigentumsobjekten um 0,8 Prozent nach oben. Im Gegensatz zum Büromarkt, der die Krise bisher recht deutlich zu spüren bekam, sei die Nachfrage nach Wohnfläche in Wien ungebrochen, dadurch werde die bestehende Preissteigerung noch weiter angeheizt, heißt es dazu in einer Aussendung.

Eigentumstrends im dritten Quartal

Eigentum kostet in der Bundeshauptstadt derzeit im Schnitt 3.113 Euro pro Quadratmeter. Zu Jahresbeginn lag dieser Preis mit 2.943 Euro noch knapp unter der 3.000-Euro-Grenze. Verantwortlich für den Anstieg ist vor allem die Entwicklung in den inneren Bezirken, wo die Preise seit Jahresbeginn um zehn Prozent nach oben geklettert sind.

Im dritten Quartal fiel der Preisanstieg mit 0,8 Prozent zwar vergleichsweise moderat aus. Grundsätzlich sei jedoch mit weiteren Preissteigerungen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Eigentumsobjekten als sichere Investitionsform zu rechnen.

Miettrends im dritten Quartal 2009

Die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter beläuft sich derzeit auf 12,44 Euro, wobei die inneren Bezirke mit einem Durchschnittspreis von 13,77 rund elf Prozent über dem Gesamtniveau Wiens liegen. Zu Jahresbeginn war der Quadratmeter noch um 11,65 Euro zu haben und lag damit 6,8 Prozent unter dem aktuellen Preisniveau. Mit einem Anstieg von 2,3 Prozent entwickelten sich die Mietpreise im 3. Quartal deutlich stärker nach oben als die Eigentumspreise. (red)

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    foto: derstandard.at/gedlicka
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