Anleger bekommen Geld von Airports und Power International

7. Oktober 2009, 18:17
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Keine Details zur Einigung mit der Meinl Bank

Wien - In kleinem Rahmen, ruhig und sehr schnell gingen am Mittwoch die Hauptversammlungen von Power International (PI) und Airports International (AI) über die Bühne. Details zur Einigung mit der Meinl Bank wurden nicht bekannt. In beiden Gesellschaften wurde jedoch eine weitere Kapitalrückführung beschlossen.

Bei PI sollen bis Jahresende 2,60 bis 3,70 Euro je Zertifikat an die Anleger ausgezahlt werden. Sobald wie möglich sollen davon jedenfalls 2,50 Euro fließen. Im Juni wurden bereits 4,40 Euro ausgeschüttet. Bei AI wurden bisher 2,25 Euro rückgeführt. 1,25 bis 3,50 Euro je Zertifikat sollen folgen - zumindest aber 0,70 Euro je Papier.

Die Direktoren haben auch einen Überblick über das erste Halbjahr gegeben. Demnach betrug der Verlust nach Steuern bei PI 30 Mio. Euro (2008: minus 36,3 Mio. Euro). Das Bruttovermögen (ohne liquide Mittel) belief sich zum 30. Juni auf 93,3 Mio. Euro (Ende 2008: 125,4 Mio. Euro). Nach der ersten Kapitalrückführung betrug das Eigenkapital noch 222,9 Mio. Euro (Ende 2008: 506,6 Mio. Euro). Barmittel und kurzfristige Anlagen beliefen sich auf 140,0 Mio. Euro (Ende 2008 waren es 390 Mio. Euro).

Bei AI betrug der Gewinn nach Steuern zum Halbjahr 9,3 Mio. Euro nach einem Minus von 189 Mio. Euro Ende 2008. Das Bruttovermögen (ohne liquide Mittel) belief sich auf 7,7 Mio. Euro (Ende 2008: 47,2 Mio. Euro). Nach der Kapitalrückführung betrug das Eigenkapital 238,2 Mio. Euro (Ende 2008: 382,0 Mio. Euro). Barmittel und kurzfristige Anlagen betragen 249,1 Mio. Euro nach 353,3 Mio. Euro Ende des Vorjahres.

Die PI/AI-Direktoren Murdoch McKillop, Richard Boléat, George Baird und James Shinehouse wurden wiedergewählt. Shinehouse wurde als Managing Director bestätigt. Gefasst wurden die Beschlüsse mit 98 bis 100 Prozent Zustimmung. Die Abstimmung war rasch vorbei, diskutiert wurde wenig.

Diesem "Kuschelkurs" gerecht war auch die Dekoration. Ein kleiner weißer Stoff-Eisbär zierte im Saal des Vienna Hilton den Lautsprecher und beim Saal-Eingang begrüßte ein kleines Stoffäffchen die Investoren. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.10.2009)

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