Tschechien

Prag will Vertrag bis Jahresende ratifizieren

08. Oktober 2009 09:11

"Hallo Premier, alles okay, können Sie mich hören?" - Prager Premier Fischer beruhigte EU-Spitzen nach Flugzeugpanne per Videoschaltung

Als wäre der Abschluss der Ratifikationsverfahren zum neuen EU-Vertrag durch Polen und Tschechien nicht schwierig genug, traten beim „Treffen" der EU-Spitze mit dem tschechischen Premierminister Jan Fischer am Mittwoch auch noch unerwartete Hürden auf: „Hallo, Premierminister, alles okay, können Sie mich hören?", leitete EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt ein. „Wir sind leider nicht in der Lage zu kommen. Wir haben technische Probleme mit unserer Maschine", entschuldigte sich der.

Die Szenerie hatte etwas von Übertragung der Mondlandung und technischem Standard im Kalten Krieg. Das Gespräch musste per hastig angesetzter Videokonferenz ablaufen, weil das Flugzeug der Regierung in Prag kaputt war.

Umso erfreulicher für Reinfeldt wie auch Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Parlamentspräsident Jerzy Buzek dann Fischers Botschaften: Er glaube, dass „alle Voraussetzungen gegeben sind, dass die Ratifizierung bis Jahresende abgeschlossen wird", und sei überzeugt davon, dass Präsident Václav Klaus den EU-Vertrag unterschreiben werde, wenn der Oberste Gerichtshof über Beschwerden von EU-Gegnern entschieden haben werde. Alle Signale, die er erhalte, deuteten darauf hin. Klaus selber hatte am Mittwoch offenbar Sendeprobleme, denn das tschechische Präsidentenamt schwieg.

Sein Premierminister versicherte Reinfeldt, dass Europa sich „keine Sorgen machen" müsse. Der schwedische Premier erklärte anschließend bei der EU-Vertragsdebatte im Europäischen Parlament, noch sei „nicht alles geklärt" für den weiteren Fahrplan. Er werde jedenfalls sofort auf die Suche nach einem Präsidenten und einem EU-Außenminister gehen, sobald klar sei, wann der Vertrag in Kraft trete. Ziel ist Jahresende.

Der polnische Präsident Lech Kaczynski ließ via Präsidialamt verlautbaren, dass er den EU-Vertrag am Sonntag in einem feierlichen Akt beurkunden werde. (red/Thomas Mayer aus Brüssel, DER STANDARD, Printausgabe, 8.10.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 139
1 2 3 4
zimbo
 
08.10.2009 10:39
Na der Präsident, der dem Land vorsteht und ein großer Teil der Bevölkerung jedenfalls nicht.

Timagoras
 
08.10.2009 12:41

dass Sie als Mölzer-fan nun auch herrn Klaus huldigen, wundert mich ja gar nicht (obwohl: bei den benes-dekreten werden Sie wohl in einen "gesissenskonflikt" zwischen den beiden geraten) ;o)

zimbo
 
08.10.2009 10:35
Europa macht sich um den Klaus sorgen.

Hoffentlich hat er vertrauenswürdige Leibwächter.

eowyn eowyn
08.10.2009 10:21
Reiner Populismus

Allerdings einen positiven Aspekt hat es, wenn es tatsächlich zu einem neuen Vertrag durch die Ablehnung der Tschechen kommen würde - könnten wir vielleicht noch einiges bei einem neuen Vertrag ausverhandeln.
Allerdings stellt sich die Frage was passiert wirklich wenn die Tschechen ablehnen - könnte ein Land eigentlich auch aus der EU ausgeschlossen werden.
Was steht hier zu in der Verfassung?
Weiß das jemand.

Orakel1
08.10.2009 10:00
Der EU-Verfassungsvertrag ist somit gelaufen.

Und der Bundeskanzler mit seinem unsäglich dummen Geschwätz steht im Regen. Wobei ich glaube, dass er seinen Kopf nur gebraucht, dass ihm bei Regen das Wasser nicht in den Hals läuft.

Otto Ottinger
 
08.10.2009 09:52
es steht 1:1 Referenden - d.h. es braucht ein 3. Referendum -



http://www.youtube.com/watch?v=a... r_embedded

Schnapphahn
08.10.2009 07:33
Na also,

geht doch.

NotUsed
07.10.2009 22:20

Dieser Vertrag ist ANTIDEMOKRATISCH und ich hoffe für unser aller Zukunft dass dieser nicht durchgeht.

Aber was erzähl ich euch, ihr nennt Demokratie wenn ihr alle 4 Jahre ein Kreuz beim geringsten Übel macht...

Wollt ihr wirklich Herkunftsrecht in Österreich?
Wollt ihr Recht auf die Todesstrafe bei Aufruhr?
Wollt ihr das in Zukunft fremde Exekutive gegen das österreichische Volk vorgeht?
Wollt ihr Angriffskriege?
Wollt ihr das all die Dinge die in der Verfassung niedergeschrieben wurden mit einem EU-Gesetz beschnitten werden können?

Jede Zentralisierung ist schlecht in der heutigen Zeit, den ob sie es wussten oder nicht, Geld regiert die Welt. Und Konzerne haben dieses Geld. Lobbyismus ist der Zugang dieser Konzerne auf die Politik.

Timagoras
 
08.10.2009 12:45

nachdem "blutschokolade" und "läuseyoghurt" auch bei den schlichtesten gemütern nicht mehr greifen, greifen Sie und Ihre leute nun zu "Todesstrafe" und "Angriffskriegen"?

wird das auf dauer nicht etwas mühsam (und albern)?

und was heißt hier "fremde Exekutive gegen das österreichische Volk"?
ist das nicht etwas sehr "voelkisch"???

NELGA
08.10.2009 10:53
Ich wünsche Ihnen

dass sich Ihr Zustand nach einer entsprechenden Therapie deutlich bessert!

Glod
08.10.2009 10:02
Lesen sie das Ding endlich mal oder schweigen sie!

Ich bin echt froh dass dieses Drama bald vorbei ist, denn ich kann die hirnverbrannten Lügen von euch Typen echt nicht mehr hören!

1) Bei uns wird das Kreuz inzwischen alle 5 Jahre gemacht. (Dazu gab' es übrigens auch keine Volksabstimmung...)
2) Es heißt Herkunftlandsprinzip und ich hab' im Vertrag nichts darüber gefunden. (Unter welchem § soll das stehen?)
3) Die Todesstrafe wird mit VvL nicht eingeführt. (§?)
4) Ich weiß nicht was gegen einen Länderübergreifenden Einsatz der Exekutive spricht.
5) EU-Angriffskriege? LOL! Wer sich darüber nach der Irak-Geschichte und der Herumeierei im Tschad Sorgen macht, ist einfach paranoid!
6) Die EU kann mit VvL unsere Verfassung ändern? §?

Orakel1
08.10.2009 09:58
Ihre Auflistung über die Nachteile des EU-Verfassungs-Vertrages....

...ist blanker Unsinn. Nachdem Sie Ihren Kampf gegen die Windmühlen verloren haben, greifen Sie zur Lüge und Irreführung.

Timagoras
 
08.10.2009 12:43
"Nachdem Sie Ihren Kampf gegen die Windmühlen verloren haben, greifen Sie zur Lüge und Irreführung"


das ist ja nichts neues (ich erinnere an "blutschokolade" und "läuseyoghurt") ...

altbürgermeister
08.10.2009 09:39
"Wollt ihr Recht auf die Todesstrafe bei Aufruhr?"

What the hell did that guy smok?

zimbo
 
08.10.2009 10:37
Stimmt schon, so stehts im Vertrag von Lissabon.

Von Faymann werdens des aber sicher net hören.

Orakel1
08.10.2009 17:27
In Ihrer Argumentationsnot kommen Sie auf den Blödsinn.

Was Sie meinen, ist das Gewaltmonopel, das jedem Staat schon heute zusteht. Doch das umzudeuten in Todesstrafe, dazu braucht es schon einer kranken Phantasie.

Glod
08.10.2009 17:02
Ich frag' mich immer wieder ob ihr Typen einfach schamlose Lüger seid,

oder ob ihr diesen hahnebüchenen Unfug wirklich glaubt.
(In letzterem Fall wiederhole ich meine Aufforderung an euch den Vertrag zu lesen, oder wenn das zuviel Arbeit ist, eure Chefpropagandisten nach Artikelnummern zu fragen und wenigstens diese nachzuprüfen)

Nichts von dem steht im Lissabon Vertrag und ich stütze mich jetzt nicht auf die Meinung von Faymann oder sonst irgendwem.
ICH HAB' IM GEGENSATZ ZU EUCH SELBER IM VERTRAG VON LISSABON NACHGESCHAUT!

coder24
08.10.2009 09:25
Eins herausgegriffen:

"Wollt ihr Recht auf die Todesstrafe bei Aufruhr?"

... wie kommen die EU-Gegner immer nur auf diesen Schwachsinn?

sepp schilehrer
08.10.2009 09:19

Nein, die Geisterbahn am Rieder Volksfestgelände wurde schon abgebaut.

Unser Gold bleibt unser Gold. Die Todesstrafe wird nicht eingeführt. Europa wird keine Angriffskriege führen. Fremde Exekutive geht nicht gegen Österreicher vor (ausser gegen jene, die in Freilassing, Steinamanger oder Tarvis eine Bank überfallen). Und EU-Gesetze gibts immer noch nicht. Und sie können auch bedenkenlos das Wasser aus der Leitung trinken, spanische Elitesoldaten werden Ihnen das Wasser nicht wegnehmen!

Sie bleiben auch nach Lissabon Österreicher, sie dürfen Salzstangerl und Mozartkugeln essen und in die Kaisergruft gehen. Und die Demokratie wird nicht abgeschafft!

Erdäpfelsalat bleibt Erdäpfelsalat. (Auch wenn der Pandí Ihnen Anderes erzählt)

NELGA
08.10.2009 10:55
Sie haben was vergessen:

Gurken dürfen auch wieder gekrümmt sein - trotz der Stimmenthaltung Österreichs (!) bei der Abstimmung über die Abschaffung der so oft strapazierten Verordnung!

Ggg14
08.10.2009 15:46

Nur zur Klarstellung. Jedes Land Europas hat seine eigene Gurkenkrümmungsverordnung gehabt!

Die EU hat sie nur vereinheitlicht.

Soviel zu den Lügen und Halbwahrheiten.

unterwegs in Österreich
08.10.2009 08:03
Wenn die EU

ein den USA, China und anderen großen Staatengebilden gleichwertiger Partner sein will, dann bleibt nur eines übrig: Die Staaten unter Aufgabe vieler souveräner Bereiche zusammenzuschweißen, so dass Entscheidungen schnell und unumstößlich getroffen werden können und dass nicht jeder einzelne Mitgliedsstaat sein eigenes Süppchen kocht.
Allerdings soll die soziale Komponente nicht vergessen werden.

Nashwin_Fuller
 
08.10.2009 07:55
Immer die gleichen untoten Schein-Argumente.


Bereits hunderte Male durch Fakten widerlegt und dennoch kommen sie immer wieder...

Nennen Sie doch einmal konkrete Belege für diese wüsten Behauptungen!

"Todesstrafe bei Aufruhr"??? tz, tz, tz, so ein Holler...

Perun Gromovnik
08.10.2009 07:47
Na endlich

sagt mal jemand wie es ist!

coder24
08.10.2009 09:26

Eher: so wie es nicht ist.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 139
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.