This Babydoll will be a junky

7. Oktober 2009, 14:48
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Ulrike Möntmann stellt Wiener Biographien von drogenabhängigen Frauen aus

Wien - "This babydoll will be a junky" (TBDWBAJ) ist die Registrierung europäischen Outcasts, initiiert durch die niederländische Künstlerin Ulrike Möntmann, ausgeführt in Zusammenarbeit mit drogenabhängigen Frauen in europäischen Ländern. Das Resultat ist ein Kunstwerk, das aus Serien identischer Puppen besteht, welche entscheidende Ereignisse aus dem Leben einer Drogenabhängigen mitteilen. Jede Serie repräsentiert eine Biografie.

Möntmann zu ihrem Projekt: "This Babydoll will be an junky ist eine Sammlung selten geäußerter Statements von Junkies über den Verlauf ihres Lebens vor und nach dem Beginn ihrer Abhängigkeit. Der Titel suggeriert, dass Drogenabhängigkeit ein zwanghaftes Schicksal ist; eine Unheil verkündende Aussicht auf ein kaum begonnenes Menschenleben. Die Titelthese widerspricht dem Denkbild einer auf Chancengleichheit basierenden individuellen Unabhängigkeit; dem Recht des Individuums auf körperliche und geistige Selbstbestimmung."

Im Kubus EXPORT wird das Archiv des Projektes TBDWBAJ Europa WIEN zu sehen sein; die Wiener Biografien sind sicht- und hörbar inner- und außerhalb des Kubus.

TBDWBAJKubus EXPORT
Lerchenfelder Gürtel / Stadtbahnbogen 43
A 1080 Wien
8.Oktober - 21.Oktober 2009
Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag, Samstag, 12.00 - 18.00
Am 8. Oktober sind Ulrike Möntmann und Alexandra Landré ab 14.00 im Kubus EXPORT anwesend.
TBDWBAJKUNSTHALLE wien
project space karlsplatz
Treitlstraße 2,
A 1040 Wien

Expert Meeting

16. Oktober 2009, 15.00 Uhr
ExpertInnentreffen über die Effektivität und die Legitimität der Intervention in gesellschaftlichen Bereichen mit den Mitteln der bildenden Kunst, moderiert von Peter Weibel und der Kuratorin Alexandra Landré (NL/D). Die unterschiedlichen Themen und deren Zusammenhänge werden mit den TeilnehmerInnen diskutiert und so - sowohl im Bezug auf die Wiener Situation, als auch im europäischen Rahmen - neu kontextualisiert.

TBDWBAJDrop off
18.00
Persönlichkeiten und Institutionen aus Kultur, Politik und Gesellschaft, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Thematik des Outcast Syndroms unserer Gesellschaft auseinandersetzen, werden eingeladen, dreiundzwanzig Puppen in verschiedenen Bezirken der Stadt auszusetzen.
Dreiundzwanzig Taxen bringen diese Personen vom Treffpunkt zu den Drop Points, die durch die österreichische Biografin Ivana Landmann festgelegt wurden. Jeweils eine Baby Doll wird auf einem Drop Point deponiert und dort der Obhut der Bevölkerung überlassen.

TBDWBAJDropper | ExpertInnen Nachbesprechung
ab 19.00
KUNSTHALLE wien
project space karlsplatz

  • Ulrike Möntmann setzt in ihren länderübergreifenden Kunstinstallationen Biographien von Junkies als Bilder in Szene.
    foto: ulrike moentmann

    Ulrike Möntmann setzt in ihren länderübergreifenden Kunstinstallationen Biographien von Junkies als Bilder in Szene.

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