Forschung an Museen "weiterentwicklen"

7. Oktober 2009, 14:44
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Elf Projekte werden im Rahmen des Programms "forMuse" gefördert

Wien - Wie lassen sich Kupferfraßschäden an illuminierten Handschriften und Karten vermeiden? Wie verhält es sich mit der Enteignung von Kraftfahrzeugen unter dem NS-Regime und ihrer Restitution? Was ist das Dilemma und Potenzial von Dauerausstellungen? Forschungsfragen dieser Art - methodische, geschichtliche und konzeptuelle - werden nun österreichische Museen mit einer Forschungsförderung im Rahmen des Programms "forMuse" nachgehen. Über die vom Wissenschaftsministerium gestartete Initiative werden insgesamt zwei Mio. Euro ausgeschüttet, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.

Forschung "weiterentwicklen"

Insgesamt hatte es 82 Ansuchen um Projektförderung gegeben, nach einem zweistufigen Auswahlverfahren werden nun zunächst einmal elf bis zu dreijährige Projekte (maximale Projektfördersumme 200.000 Euro) im Rahmen der ersten Ausschreibung gefördert. Museen seien wichtige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, mit dem Programm wolle man "die Forschung in den Museen weiterentwicklen" und auch ihre Qualität und Quantität mehr stärken, sagte Wissenschaftsminister Johannes Hahn bei der Präsentation der Projekte.

Förderung von "Kleinprojekten" geplant

Die Tatsache, dass im Rahmen der Ausschreibung vor allem "die großen Häuser zum Zuge gekommen sind", führte Hahn auf ihre entsprechenden Ressourcen und Erfahrungen bei der Antragstellung zurück. Genau dieses Know-how wolle man mit "forMuse" auch stärken, um die "Qualifizierung der heimischen Museen" auch für europäische Förderprogramme zu steigern. Die Förderung von "Kleinprojekten" von kleineren und mittleren Museen stellte der Wissenschaftsminister im Zuge einer zweiten geplanten Ausschreibung in Aussicht.

Die elf geförderten Projekte haben folgende Institutionen eingereicht: das Kunsthistorische Museum (KHM) Wien, das Museum für Völkerkunde Wien, das Technische Museum Wien, die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Österreichische Nationalbibliothek, das Naturhistorische Museum Wien und das Landesmuseum Joanneum. (APA/red)


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