Massa-Rennrückkehr 2009 laut Ferrari ausgeschlossen

11. Oktober 2009, 16:20
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Testfahrten am Montag in Fiorano

Maranello - Der Formel-1-Rennstall Ferrari hat alle Spekulationen um ein Comeback von Felipe Massa noch in dieser Saison beendet. Die Untersuchungen am Freitag und Samstag in Paris seien zwar "ziemlich positiv" gewesen, nicht aber so sehr, dass sie eine Rückkehr des Brasilianers in den Wettkampf in den nächsten zwei Monaten bekräftigen würden. Dies teilte Ferrari am Sonntag auf seiner Homepage mit und verwies auf ein Comeback des am 25. Juli in Ungarn verunglückten 28-Jährigen zur neuen Saison.

Bei Massas Rückkehr hinters Steuers eines zwei Jahre alten Ferraris am Montag werde er lediglich ein paar Runden in Fiorano drehen. Wenn Massa in den F2007 steigen wird, soll auch keine Uhr mitlaufen. Dazu bekomme er noch ausreichend Zeit, wenn er an der Seite von Fernando Alonso in die weitere Entwicklungsarbeit am neuen Einsitzer einsteigen werde, hieß es vom Traditionsrennstall aus Maranello.

Der Brasilianer, der so gerne an kommenden Wochenende in Sao Paulo bei seinem Heim-Grand-Prix die Rückkehr ins Wettkampf-Cockpit gefeiert hätte, solle sich nun zuerst wieder an eine Rennstrecke gewöhnen. Die Fahrten am Montag seien bedeutsam, aber es bedeute in keiner Weise die Rückkehr Massas in den Wettkampf in der nahen Zukunft, stellte Ferrari unmissverständlich klar.

Damit sind auch alle Hoffnungen zerschlagen, dass Massa möglicherweise doch noch bis zum Finale am 1. November in Abu Dhabi die Kurve kriegen könnte. Er selbst hatte seine Chancen diesbezüglich auch schon als "sehr, sehr niedrig" eingestuft. Immerhin darf er am kommenden Sonntag beim Brasilien-Rennen, in dem Jenson Button von BrawnGP den Titel einfahren kann, die schwarz-weiß karierte Zielflagge schwenken.

Völlige Entwarnung gab es bezüglich Massas linkem Auge. Es sei wieder zu 100 Prozent funktionsfähig, hieß es auf der Homepage von Ferrari und des Fahrers selbst. Dies hatten die Untersuchungen am Freitag ergeben.

Dem Piloten der Scuderia war in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn eine 800 Gramm schwere Metallfeder vom BrawnGP-Wagen seines Landsmanns Rubens Barrichello mit voller Wucht an den Helm gekracht. Daraufhin war Massa mit hoher Geschwindigkeit in die Reifenstapel gerast. Im Budapester Militär-Krankenhaus war er ins künstliche Koma versetzt worden. (APA/dpa)

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