230.000 in Österreich armutsgefährdet

7. Oktober 2009, 13:49
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Der ÖGB erinnert am "Welttag für menschenwürdige Arbeit", dass auch hierzulande viele kaum von ihrer Arbeit leben können

Wien - ÖGB-Chef Erich Foglar erinnerte am heutigen "Welttag für menschenwürdige Arbeit" daran, dass in Österreich 230.000 Arbeitnehmer armutsgefährdet sind. Und er mahnte ein, dass nicht nur ein ausreichend bezahlter Arbeitsplatz wichtig ist, sondern auch ein menschenwürdiger Umgang mit den Mitarbeitern. Foglar sprach dabei am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion der Arbeiterkammer (AK) und des Gewerkschaftsbundes (ÖGB) direkt die ÖBB an, die Krankenstandsdaten gespeichert und Mitarbeiter mit langen Krankenständen sowie deren Angehörige unter Druck gesetzt haben soll.

Ziel der Gewerkschaft müsse es sein, sich international stärker zu vernetzen. "Wenn die Unternehmen global agieren, müssen wir das auch tun", betonte der Gewerkschaftsboss. Silvia Tatra von der Verkehrsgewerkschaft vida nannte als negatives Beispiel den Transitverkehr, bei dem europaweit menschenunwürdige Arbeitszeiten herrschen würden. "600 Lkw-Fahrer sterben jährlich auf Europas Straßen", gab sie zu bedenken. Im Seeverkehr wäre die Situation noch schlimmer, dort würden "erschreckende Sicherheitsvorkehrungen" herrschen. (APA)

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