Auf die Augen besser schauen

7. Oktober 2009, 12:48
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Aufruf zu kostenloser Beratung am 14. November - Lange Wartezeiten für Vorsorge und Brillenverschreibungen

Wien - In Österreich gibt es rund 760 Augenärzte. Um die 380 haben eine Kassenordination. Möglichst viele der Ophthalmologen wollen sich am 14. November, am "Tag der Augenvorsorge", für die Information Interessierter engagieren. Der Hintergrund: Zum Teil sind die Wartezeiten für Vorsorgeuntersuchungen und Brillenverschreibungen eklatant lange.

Eigeninitiative wird erschwert

 Eigenverantwortung wird den Österreichern laut einer Umfrage bei 211 niedergelassenen Augenfachärzten bei weitem nicht immer leicht gemacht. Susanne Binder, wissenschaftliche Sekretärin der Ophthalmologischen Gesellschaft: "Aus der anonymen Befragung geht hervor, dass im Akutfall (Unfall, plötzliche Entzündung etc.) die Patienten schnell - zumeist noch am selben Tag - einen Termin bekommen."

Die Kehrseite der Medaille, so die Spezialistin: "Wir haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Wartezeiten beim Augenarzt zu lange sind." Bei Vorsorgeuntersuchungen, Brille beziehungsweise Vorsorgeuntersuchung für das Kind - beträgt die Wartezeit für einen Termin allerdings sehr lange, bei einem Drittel der befragten Ärzte sogar mehr als zwei Monate.

Wartezeiten in den Bundesländern

Die "Ausreißer": Auf einen Vorsorgetermin wartet man in Wien und der Steiermark am kürzesten, in Oberösterreich und dem Burgenland sind es rund zwei Monate und länger. Eine neue Brille bekommt man - binnen durchschnittlich drei Wochen - am schnellsten im Burgenland, ebenso eine Vorsorgeuntersuchung für ein Kind. Mindestens zwei Monate dauert es bis zur einem solchen Check-up in Oberösterreich, Kärnten und Vorarlberg, bei Kindern sind die Wartezeiten in Oberösterreich mit acht Wochen oder mehr am längsten.

Mehr als 3.000 durch Glaukom Erblindete

Dabei wären Vorsorge und Früherkennung gerade in der Augenheilkunde besonders wichtig. Das Organ ist außerdem buchstäblich "gläsern", was das leichte Erkennen von beginnenden Problemen anlangt. Mehr als die Hälfte der über 40-Jährigen wird in ihrem Leben an einer der häufigsten Augenerkrankungen wie Grauer Star, Diabetes(-Netzhautschäden, Anm.), Makuladegeneration oder dem Trockenen Auge erkranken.

Hier wäre Früherkennung oft entscheidend für eine gute Therapie. Der steirische Augenarzt Roderich Fellner: "In Österreich sind fast 100.000 Patienten am Glaukom erkrankt, rund 3.000 daran erblindet. Man kann sehen wie ein Adler und ist trotzdem akut von Erblindung bedroht."

Augenheilkunde-Ärztekammer-Fachgruppenobfrau Helga Azem rät bei Kindern ab dem zweiten Lebensjahr zu einer jährlichen Untersuchung im Vorschulalter, dann einmal um die neun oder zehn Jahre sowie in der Pubertät. Ganz sicher sollte damit wieder mit einem Intervall von jeweils einem Jahr ab 40 begonnen werden. (APA/red)

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    Augenvorsorge wird Patienten in Österreich nicht gerade leicht gemacht

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