Dramatik pur in Gruppen eins und zwei

7. Oktober 2009, 11:25
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Drittplatziertes Portugal zittert in Gruppe eins - Vier Teams dürfen in Gruppe zwei noch auf Platz eins hoffen - Situations-Überblick der WM-Quali-Gruppen

Übersicht über die Situation in den Europa-Gruppen der Qualifikation für die Fußball-WM 2010 in Südafrika vor den beiden letzten Runden am Samstag und Mittwoch:

GRUPPE 1: Vier Teams sind noch im Rennen um den ersten Tabellenplatz. Spitzenreiter Dänemark (18 Punkte) hat das Schicksal in eigener Hand, zugleich aber auch zwei schwere Heimspiele gegen den ersten Verfolger Schweden (15/Samstag) und Ungarn (13) vor sich. Ein Sieg gegen Schweden würde jedenfalls sicher Platz eins bedeuten. Das große Zittern ist bei den drittplatzierten Portugiesen angesagt, die ebenfalls 13 Punkte haben, am Samstag Ungarn und am Mittwoch Malta empfangen.

GRUPPE 2: Auch hier können noch vier Teams auf Platz eins hoffen. Tabellenführer Schweiz (17) kann schon am Samstag mit einem Sieg in Luxemburg alles klar machen, ist von Griechenland und Lettland (je 14) dann nicht mehr einzuholen. Die Griechen, derzeit Zweiter, haben das direkte Duell mit Lettland für sich entschieden, ein Heimsieg gegen die Balten am Samstag würde zumindest den sicheren zweiten Platz bedeuten. Lettland empfängt am Mittwoch Moldawien (3). Israel (12) hat noch eine kleine Chance auf Platz zwei, müsste dafür aber vermutlich sowohl gegen Moldawien (Samstag) als auch in der Schweiz voll punkten.

GRUPPE 3: Die Lage schaut gut aus für Tabellenführer Slowakei (19). Martin Skrtel und Co. müssen allerdings noch gegen den direkten Konkurrenten und ersten Verfolger Slowenien (14/Samstag daheim) sowie in Polen (11) antreten. Und auf Slowenien wartet am Mittwoch die vermeintlich leichte Aufgabe in San Marino (0). Für Polen geht es noch um die Minichance um Platz zwei. Davor hoffen freilich auch noch Nordirland (14) und Tschechien (12). Die Nordeuropäer haben allerdings nur noch ein Spiel vor sich, treten am Mittwoch in Tschechien an. Die Tschechen empfangen am Samstag Polen.

GRUPPE 4: Das große Duell zwischen Leader Deutschland (22) und Russland (21) um Platz eins steht im Mittelpunkt. Am Samstag prallen die Giganten auf Moskauer Kunstrasen aufeinander, die Deutschen müssen am Mittwoch noch daheim gegen Finnland (14), die Russen in Aserbaidschan (1) antreten. Schon der Dritte Finnland hat keine Chance mehr auf einen Play-off-Platz. Wales (9) und Liechtenstein (2) spielen auch keine Rolle.

GRUPPE 5: Europameister Spanien (24) ist Platz eins nicht mehr zu nehmen. Dahinter matchen sich Bosnien-Herzegowina (16) und die Türkei (12) noch um den Play-off-Platz. Die Türken treten in Belgien (Samstag) und gegen Armenien an, das bosnische Team gastiert am Samstag in Estland und empfängt schließlich Spanien. Belgien (7), Estland (5) und Armenien (4) sind nur "mitspielende Zuschauer".

GRUPPE 6: England (24) hat sein WM-Ticket ebenfalls bereits fix, nur Kroatien (17) und die Ukraine (15) duellieren sich um Platz zwei. Während die Balkan-Kicker aber nur noch ein Spiel in Kasachstan (6/Mittwoch) absolvieren, können die Osteuropäer noch zweimal punkten: Am Samstag empfangen Schewtschenko und Co. England, am Mittwoch geht es zu Schlusslicht Andorra (0). Weißrussland (10) ist bereits aus dem Rennen.

GRUPPE 8: Der führende Weltmeister Italien (20) geht als klarer Favorit auf Platz eins in die letzten Spiele in Irland (16/Samstag) und gegen Zypern (6). Die Iren müssen als erster Verfolger der Azzurri freilich nicht nur gegen Italien, sondern am Mittwoch vermutlich auch im Heimspiel gegen Montenegro (5) siegen, um auf Rang eins abzuschließen. Eine rein rechnerische Chance auf den Play-off-Platz haben noch Bulgaren (11), das am Samstag auf Zypern antreten und schließlich Georgien (3) empfängt.

GRUPPE 9: Der Fünfer-Pool ist bereits beendet. Die Niederlande (24) sind fix qualifiziert, ob Norwegen als Zweiter ins Play-off kommt, ist unsicher. Nur acht von neun Gruppenzweite schaffen den Sprung, die Skandinavier haben nur zehn Punkte aus acht Spielen auf dem Konto, was in der Endabrechnung zu wenige sein könnte. (APA)

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    Portugals Coach Carlos Queiroz schult sein Team für die bevorstehenden Aufgaben.

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