Scharfer Blick

7. Oktober 2009, 18:00
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Intelligente Kameras, die in Indien entwickelt wurden, erhöhen Produktionsgeschwindigkeit und Qualität von Industriebetrieben und sparen Energie

Konsumenten verlangen von der Industrie höhere Qualität zu niedrigeren Preisen. Um das zu erreichen, muss die Kontrolle der Produktionsprozesse immer besser werden. Dafür werden intelligente Kameras eingesetzt, die auch kleinste Abweichungen erkennen und melden. Siemens Indien forscht derzeit an kostengünstigen Kamerasystemen, die mit optimierten Algorithmen und unter Nutzung leistungsstarker Prozessoren immer mehr leisten. Entscheidender Faktor dabei ist, dass sich die Kamerafunktionen individuell an die Kundenanforderungen anpassen lassen und jede Kamera nur die Funktionen anbietet, die der Kunde tatsächlich benötigt. Das reduziert den Anschaffungspreis und die Kosten für Service und Upgrades, ein High-tech-low-cost-Ansatz. 

Betrieb optimieren

Neben der Qualitätskontrolle kann die automatische Bildverarbeitung auch Energie sparen. Bei einem indischen Kekshersteller erkennen Kameras die Farbe und Dicke jedes einzelnen Gebäckstücks und liefern damit wichtige Indikatoren, um den Betrieb der Backöfen zu optimieren. Der Energieverbrauch ist damit um fünf Prozent gesunken. Ein weiterer Einsatzort für die smarte Kamera wird eine Montagelinie für den Zweizylinder-Einspritzmotor des PKW Tata Nano werden, der mit etwa 2.500 US $ das günstigste Auto der Welt sein soll. Ein Kamerasystem soll die Produktion der Motoren vollautomatisch überwachen - Qualitätskontrolle und Dokumentation inklusive. Die intelligenten Kameras werden es ermöglichen, die Geschwindigkeit des Förderbands deutlich zu erhöhen.

 

  • Jede Kamera bietet nur jene Funktionen an, die der Kunde benötigt. Das reduziert die Kosten deutlich.
    foto: siemens

    Jede Kamera bietet nur jene Funktionen an, die der Kunde benötigt. Das reduziert die Kosten deutlich.

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