Indigene fühlen sich von Putschisten unterdrückt

7. Oktober 2009, 08:21
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Asyl in Botschaft von Guatemala gesucht - Unterstützung für gestürzten Präsident Zelaya

Tegucigalpa - Eine Gruppe des indigenen Volkes der Lenca ist am Dienstag in die guatemaltekische Botschaft in Honduras eingedrungen, um dort Asyl zu suchen. Die zwölf Lenca wollen, wie die Medien in Honduras am Abend (Ortszeit) berichteten, mit der Aktion für die Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya in das Präsidentenamt demonstrieren. Einer der Demonstranten ist Salvador Zuñiga, der Häuptling aller Lenca, des größten  indigenen Stammes in Honduras. Er sagte, sein Volk, das dem Widerstand angehöre, werde von der Übergangsregierung unterdrückt.

An diesem Mittwoch sollen in Tegucigalpa im Beisein von Außenministern der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) Verhandlungen zwischen den beiden verfeindeten Lagern beginnen. Zelaya hat bereits zu erkennen gegeben, dass er der Gegenseite unter Interimspräsident Roberto Micheletti misstraue. Dieser hatte zuvor das Dekret über die Verhängung eines Ausnahmezustande aufgehoben, um den Dialog zu ermöglichen. Danach kam es erneut zu kleinen Demonstrationen und Aktionen der Zelaya-Anhänger. (APA)

 

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