Österreichs Archäologie wird weiblich

6. Oktober 2009, 19:29
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Die Grabungen des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) in Kairo werden ab sofort von einer Frau geleitet: Irene Forstner-Müller (Foto) übernahm diesen Posten nach der Emeritierung von Manfred Bietak. Die gebürtige Linzerin war davor Stellvertreterin. Forstner-Müller studierte an der Universität Wien Ägyptologie, klassische Archäologie und Feldarchäologie. Sie nimmt seit 1991 an den Grabungen des ÖAI in Tell el-Daba / Ägypten teil. Nach ihrer Promotion und Dissertation Die Gräber des Areals A/II von Tell el-Daba im Jahr 2002 avancierte sie zur stellvertretenden Leiterin.

Das ÖAI kann in Kairo auf eine lange Tradition zurückblicken. So wurde etwa ab 1912 der prestigeträchtige Platz bei den Pyramiden von Gizeh / Westfriedhof untersucht. Unter Manfred Bietak begannen ab 1966 die Arbeiten im östlichen Nildelta. Forstner-Müller lehrt seit 2002 an der Universität Wien, ihr Schwerpunkt ist die Ägyptische Feldarchäologie.

Die Forscherin wurde von Wissenschaftsminister Johannes Hahn ernannt - wie Sabine Ladstätter, die seit 1. Oktober Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts ist. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 07.10.2009)

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