Grasser zieht aus

6. Oktober 2009, 18:08
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Der Ex-Finanzminister verlässt seine Bürogemeinschaft mit einem Meinl-Sackerl

Bürogemeinschaft Grasser-Meischberger. Auftritt Grasser, Meinl-Sackerl unterm Arm. Meischberger sitzt am Computer und tätigt Überweisungen.

Meischberger: "Griaß di Karl-Heinz, das mit der Buwog tut mir so leid, ist nur passiert, weil wir Geschäftliches vom Privaten trennen. Hätten wir drüber geredet, hätte auch der heutige Tag gut begonnen, mit einem sanierten Budget für uns beide."

Grasser packt schweigend Bilder ins Sackerl: Fiona mit selbstgezogenen Paradeisern, Ernst Karl Plech vor dem neuen Justizzentrum, Karlheinz Muhr in der Wall Street, Flöttl auf Meinls Yacht, Meinl im Taxi. Meischberger tätigt Überweisungen.

Grasser erträgt sein eigenes Schweigen nicht mehr. "Hinter meinem Rücken mischt ihr euch in unseren transparenten Buwog-Verkauf, der so gut für die Republik war, und ich werde jetzt angeschüttet. Ich bin ein Opfer der schiefen Optik."

Er lässt das Sackerl stehen - "das holt der Chauffeur ab" - und verlässt das Büro. Sein Satz "Ich habe das Land zu gut verändert" bleibt im Raum hängen.

Meischberger tätigt Überweisungen. "Frag ich ihn halt nachher beim Essen, wen er bei der Finanz kennt." (Renate Graber, DER STANDARD, Printausgabe, 7.10.2009)

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