"Eindeutige Unvereinbarkeit"

Werbung: ORF-Chef wundert Redakteursrat

6. Oktober 2009, 18:09
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    foto: ama

    "Sicher ist sicher", wirbt die Ama mit Claudia Reiterer. Genehmigt hat den Werbeeinsatz ORF-Chef Alexander Wrabetz.

"konkret"-Moderatorin Claudia Reiterer wirbt für AMA - Regeln für ORF-Mitarbeiter: Warten auf Wrabetz

Wien - Mit "Sicher ist sicher" und ORF-Moderatorin Claudia Reiterer wirbt die Agrarmarkt Austria gerade für Käse und Co. So sicher ist das nicht. Der ORF-Redakteursrat verweist auf "eindeutige Unvereinbarkeitsbestimmungen", "seit zwei Jahren ausverhandelt", aber von ORF-Chef Alexander Wrabetz noch nicht unterschrieben.

Reiterer moderiert "konkret", keine Nachrichten, aber eine Infosendung. Das ORF-Gesetz untersagt "journalistischen Mitarbeitern", die moderieren, TV-Werbung. Der "Wiener Zeitung" sagte ORF-Sprecher Pius Strobl, Reiterer habe den Redakteursjob zurückgelegt, moderiere nur noch, habe "keine Einflussmöglichkeiten mehr". Beiträge zur Ama präsentierte sie nicht.

Der Vorsitzende des ORF-Redakteursrats, Fritz Wendl, will Reiterer auf STANDARD-Anfrage nicht kommentieren, sagt aber zu Strobl: "Wenn der auch keine journalistische Kompetenz hat, so müsste er mitbekommen haben, dass die Moderation einer Informationssendung selbstverständlich ureigenste journalistische Tätigkeit ist."

"Nicht journalistisch tätig"

Wrabetz hat Reiterers Nebentätigkeit genehmigt, bestätigt er dem STANDARD. Wrabetz argumentiert wie Strobl, alleine als Moderatorin sei sie nicht journalistisch tätig.

Die Redakteursräte Wendl und Danielle Spera erinnern an längst ausgearbeitete Verhaltensregeln. Sie präzisieren das ORF-Gesetz, etwa zur Trennung von Redaktion und Werbung, untersagen Schleichwerbung, definieren journalistische Unabhängigkeit. ORF-Journalisten und -Repräsentanten in der Öffentlichkeit müssten alle politischen und wirtschaftlichen Verquickungen meiden, die an der Unabhängigkeit zweifeln lassen. Ein Punkt sind Nebentätigkeiten.

Wrabetz sieht die Regeln "noch nicht verabschiedet". Er will "noch darüber reden", insbesondere über einen "Ethikrat" für strittige Fragen, auch in Sachen Nebenjobs, in den Management und Redakteursrat je zwei Mitglieder nominieren.

Redakteursräte erinnern, dass Wrabetz die Regeln 2008 dem Stiftungsrat vorgelegt hat. Das oberste Aufsichtsgremium empfahl, sie in die Programmrichtlinien aufzunehmen. Der Stiftungsrat ventiliert unter Leitung von Franz Küberl (Caritas) auch seit Jahren Verhaltensregeln für Räte. Küberl sagt, Wrabetz müsste die Umsetzung eines Kodexes "in Gang setzen". (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 7.10.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 55
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John Venn
21
7.10.2009, 18:32
Für alle, die es noch nicht wissen:

AMA heißt

AGRAR MURKS AUSTRIA

slow motion
01
7.10.2009, 17:30
"Sicher ist sicher ..."

"Nur die erfolgreiche Verhaberung von Medien und Wirtschaft sichert journalistische Unabhängigkeit. So wahr ich Claudia Reiterer heisse ...."

cuibono
01
7.10.2009, 16:06
Untragbar

Reiterer ist als Testimonial sicher peinlich, aber noch untragbarer ist Wrabetz, der es seit über einem Jahr nicht geschafft hat, die vereinbarten Unvereinbarkeitsbestimmungen für ORF-Mitarbeiter auf die Reihe zu bringen. Von wegen Konsultation des Ethikrats...Unglaublich, wie sich ein derart inkompetent und unprofessionell agierender Manager der Spitze des größten heimischen Medienunternehmens halten kann. Aber ein politisch verfilztes Land wie Österreich kann sich solche Leute offenbar leisten.

Mein Hund, die arme Sau, heißt Hojac.
07
7.10.2009, 15:10
Das einzige, wofür die Reiterer glaubwürdig werben könnte


... ist Zitronenjoghurt.

Red Bull Höplöpöp
00
7.10.2009, 14:56
Entlassen oder nicht

aber das typische Tamtam inklusive künstlichem Aufplustern ist peinlicher als die "Tat" an sich.

"Neoliberalismus von seiner peinlichsten Seite."
Da graust ja der Sau, und das war noch einer der intelligentesten Kommentare zu dem Thema.

tramezzino
01
7.10.2009, 14:50
aber der kratky

darf weiter für upc werbung machen?

Atrus
00
7.10.2009, 16:18

Getrennt wird zwischen Informations- und Unterhaltungssendung. Und da Konkret ein Servicemagazin ist, gehört es "eigentlich" zum Info-Teil.

der mieter
00
7.10.2009, 14:30
das traurige ist, dass das nicht nur bei uns so ist

siehe deutschland

McDonnell Douglas
00
7.10.2009, 14:15
Man erinnere sich nur an ihre Report Moderationen

Die klangen auch. als ob in der Löwelstrasse geschrieben (trotz "grünem" Ehemann).

Und weiter zurück gab es einen Nachrichtensprecher (ich glaube Heinke hieß er), von dem unmittelbar vor den Nachrichten einen Wahlwerbungsspot für eine Partei ausgestrahlt wurde (natürlich in "ZiB" Umgebung). Hat doch manche noch nie gestört, solange es die "richtige" Partei war.

Da war das sog. "Moltofon" ja noch harm- oder besser wirkungslos.

Geodaet
02
7.10.2009, 13:23
Interessant wäre folgendes:

Nimmt die Dame den Absetzbetrag für Journalisten in Anspruch? Dann würde sie sich nämlich als Journalistin einstufen und der Fall wäre klar ...

CapeCode
22
7.10.2009, 12:53
und vielleicht hatte werner mück doch recht,

als er sagte, er wolle ihren dicken hi*ntern nicht mehr im fernsehen sehen. mir gehts mittlerweile genauso

Bodenstaub
00
16.10.2009, 12:48

wenn ich dran denke, welche männlichen zombie look alikes moderieren dürfen und durften.....

hof99
01
14.10.2009, 12:42

Frauen nach ihrem H*intern zu beurteilen ist trotzdem ein Zeichen von Blödheit.

Helmut Z
11
7.10.2009, 11:21

Eine dermaßen dauer-verkrampfte, geldgierige (Dancing Schas, AMA Werbung) wie Claudia Reiterer muss man erst suchen. Der Tante ist aber auch nix zu peinlich.

Umberto Lenzi
310
7.10.2009, 10:35
Wenn ich nur das Gesicht dieser Frau sehe oder ihre Stimme höre, drehe ich ab

Somit: ein kontraproduktives Testimonial.
Soll das eigentlich ein Lächeln sein, was sie da auf dem Bild versucht, oder hat sie in eine Grapefruit gebissen? Und was bedeutet die lange rote Stange direkt vor ihr? Ein Symbol? Wenn ja - wofür?

Captain Smoker
20
7.10.2009, 13:41

Entweder es ist ein Di*ldo oder sie ist ein Zw*itter und hat gerade eine starke Er*ektion...

CapeCode
00
7.10.2009, 09:22
die turnherr

macht auch für viel geld den grüßaugust bei raiffeisen - bleibt aber selbstverständlich immer ausgewogen und unparteiisch

Formula154
21
7.10.2009, 08:59
Daran erkennt man wie käuflich viele ORF-Mitarbeiter sind

PFUI, Claudia Reiterer!
Die Werbung ist zudem so schleißig gemacht, dass es nur mehr peinlich und abstoßend ist.

Die Tanzerei war ebenso geschmacklos.

Neoliberalismus von seiner peinlichsten Seite.

CapeCode
00
7.10.2009, 12:52
Viele?

Alle! !!!Sie können die ganzen "Stars"als Grüßauguste für ihre Party mieten.

NoComment
02
7.10.2009, 11:53

was hat neoliberalismus mit dieser werbung zu tun? falsches fremdwort erwischt?

Melchior Kreutzer
00
7.10.2009, 17:11

nein, aber so wie für einen einfachen menschen im mittelalter der beelzebub an allem schuld war (egal ob ein krug runtergefallen oder die pest ausgebrochen ist), ist es für den politisch korrekten gutmenschen der neoliberalismus (egal ob claudia reiter werbung macht oder formula145 wieder zuviele pickel im gesicht hat)

Prof. Dr. Abdul Nachtigaller
12
7.10.2009, 11:34

ohne auf den rest ihrer stellungnahme einzugehen, verwenden Sie bitte keine fremdwörter (im konkreten fall neoliberalismus), deren bedeutung Sie nicht kennen!

Yossarian
01
7.10.2009, 08:17
Einerseits wirbt die staatliche AMA für mehr Fleischkonsum

anderseits sollen wir das Klima schonen und da wäre weniger Fleisch angesagt.

Curd Hombre
10
7.10.2009, 07:33
Ich finde diese AMA Spots irgendwie überbelichtet....

...ehrlich!


Der Rest ist mir eigentlich egal!

John Venn
00
7.10.2009, 18:28
Im Gegenteil

Ich finde diese AMA-Werbespots unterbelichtet, wenn Sie verstehen, was ich meine.

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