Kritik am neuen ÖBB-Fahrplan

6. Oktober 2009, 17:43
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AKNÖ: "Enttäuschende Nachricht" für Pendler und Schüler

St. Pölten - Der ÖBB-Fahrplan für 2010 erfülle die Erwartungen der Arbeiterkammer NÖ (AKNÖ) nicht. Weniger Nahverkehrszüge auf der Westbahn, teilweise längere Fahrzeiten, noch mehr Schienenersatzverkehr und die Beibehaltung von Zugstreichungen aus dem vergangenen Jahr seien für viele Pendler und Schüler eine "enttäuschende Nachricht", stellte AKNÖ-Präsident Hermann Haneder in einer Aussendung fest.

Leichte Verbesserungen bringe der Fahrplanwechsel für Pendler aus Gloggnitz in Richtung Wien. Insgesamt stehe den Niederösterreichern, die mit der Bahn zur Arbeit oder zur Schule fahren, jedoch eine "längere Durststrecke" bis 2013 ins Haus. Erst nach Abschluss der Großbauvorhaben könnte es wieder mehr Verbindungen geben, so Haneder.

Während zwei neue durchgehende Züge aus Payerbach, Gloggnitz, Neunkirchen und Ternitz nach Wien die Fahrzeit wieder auf knapp 50 Minuten drücken würden, sei eine wichtige Forderung für Frühpendler in die Gegenrichtung nach Wiener Neustadt unerfüllt geblieben. Wenn die Bahn sagt, sie könne einen Zug für 20 Pendler nicht kostendeckend führen, "so wäre es die Aufgabe des Landes gewesen, aus den dafür zur Verfügung stehenden Mitteln, diese Züge mitzufinanzieren", übte der AKNÖ-Präsident Kritik.(APA)

 

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