"Zeitmikroskop" mit einer Auflösung im Yoktosekunden-Bereich

6. Oktober 2009, 17:14
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    grafik: tu wien/mpi für kernphysik heidelberg

    Beim Zusammenstoß von schwere Ionen in einem Teilchenbeschleuniger entstehen unter bestimmten Umständen Doppelblitze von einigen Yoktosekunden Dauer.

Wiener Wissenschafter schlagen neue Methode für Lichtblitze vor, die bisherige Weltrekorde dramatisch unterbieten könnte

Wien - Schon bald könnte die Genauigkeit von "Zeitmikroskopen" enorm gesteigert werden. Wie Andreas Ipp vom Institut für Theoretische Physik der Technischen Universität (TU) Wien gemeinsam mit Kollegen vom Max-Planck-Institut für Nuklearphysik in Heidelberg in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters vorschlägt, könnte über ein sogenanntes Quark-Gluon-Plasma millionenfach kürzere Lichtblitze erzeugt werden als das bisher möglich war, teilte die TU am Dienstag mit.

Mit Hilfe der extrem kurzen Lichtblitzen wollen Forscher Momentaufnahmen vom Innenleben der Atome erhalten. Vergleichbar mit einem Stroboskop-Licht in der Disco werden Bewegungen quasi in Einzelbilder zerlegt, die dann ausgewertet werden können. Je kürzer die Pulse, desto genauer wird die Angelegenheit. Im Bereich der Attosekundenblitze (eine Attosekunde ist ein Milliardstel von einem Milliardstel einer Sekunde oder 0,000000000000000001 Sekunden) wird sogar die Bewegung von Elektronen um den Atomkern erfassbar. Die Wissenschafter sprechen bei der Methode daher auch von einem "Zeitmikroskop".

Völlig neue Wege

Bisher wurden die kürzesten Lichtpulse im Attosekundenbereich erzeugt, indem man Atome mit Laserstrahlen beschoss, deren dabei aufgebaute Energie in Form kurzer Lichtblitze wieder abgegeben wurde. Die nun vorgeschlagene Methode geht völlig andere Wege: "Lässt man schwere Ionen beinahe mit Lichtgeschwindigkeit kollidieren, bilden sie für einen winzigen Sekundenbruchteil ein Quark-Gluon-Plasma, das als Lichtquelle für ultrakurze Pulse dienen kann", erklärt Andreas Ipp vom Institut für Theoretische Physik der TU Wien.

In einem Quark-Gluon-Plasma, dem Zustand, in dem sich die Materie kurz nach dem Urknall befand, ist die Temperatur so hoch, dass selbst Protonen und Neutronen in ihre Bestandteile "aufgeschmolzen" werden. Die winzigsten Bauteile der Materie - Quarks und Gluonen - bewegen sich dann wirr durcheinander. Heute kann dieser Materiezustand in großen Beschleunigeranlagen, etwa am Europäischen Kernforschungszentrum CERN, experimentell hergestellt werden.

Blitze im Yoctosekunden-Bereich

Während der extrem kurzen Zeit, in dem sich die Ionen bei der Kollision im Quark-Gluon-Plasma-Zustand befinden, können sie Lichtteilchen aussenden. Die Blitze, die dabei entstehen, dauern nur einige Yoktosekunden (zehn hoch minus 24 Sekunden) lang. Das ist etwa die Zeit, die das Licht benötigt, um einen Atomkern zu durchqueren. Solche Zeitskalen sind mit menschlichen Maßstäben kaum zu beschreiben: Die Länge des Pulses verhält sich zu einer Tausendstelsekunde etwa so wie eine Tausendstelsekunde zum Alter des Universums.

Die Lichtpulse sind zwar nicht besonders energiereich, aber weil sie alle ihre Energie in einem einzigen winzigen Augenblick abgeben, erreichen sie in dieser kurzen Zeit eine Leistung von mehreren Terawatt - vergleichbar mit der Leistung aller Kraftwerke der Erde zusammengenommen. (red/APA)


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Posting 1 bis 25 von 28
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uncle sam3
00
7.10.2009, 16:07
muss

schon ein geiler job sein, sich mit so etwass zu beschäftigen!

da bekommt man doch eine andere sicht auf das tätliche leben.

Gerhard Müller
01
7.10.2009, 15:43
Wenn die Prozessoren

mit 100ym gefertigt werden, dann rüste ich meinen alten Rechner auf.

Gerhard Müller
00
7.10.2009, 15:40
Was ich schon immer sagte:

im Jetzt spielt sich das Meiste ab.

Xophia
11
7.10.2009, 11:19
Da bleibt ja kaum Zeit um sich das Erschenen zu überlegen!

Bei Beamten geht das, die werden nicht für Erleuchtung nur für Erscheinen bezahlt.

an.ge.fressen
03
7.10.2009, 09:37
Männer jubeln!

Elaculatio preacox relativiert sich dadurch deutlich!

Meine Wenigkeit mit viel Senf
01
7.10.2009, 07:22
'Tschuldigung, dass ich frage...

Wenn ein "Lichtblitz" 10^-24 Sekunden lang dauert, bedeutet das entweder:

- eine einzige elektromagnetische Welle mit 10^24 Hz oder
- einen winzigen Bruchteil einer Welle mit niedrigerer Frequenz, überlagert von einer Oberwelle mit 10^24 Hz?

In beiden Fällen wäre es physikalisch völlig falsch, von "Licht" zu sprechen!

Michael Bakunin
00
9.10.2009, 13:23

was bitte ist eine "einzige" und ein "bruchteil" einer welle? hab nicht gewusst, dass man wellen teilen oder in ganzen stücken abzählen kann. ;-)
abgesehen davon wird hier eher mit teilchen als mit wellen gerechnet.

Gerhard Ingolf
02
7.10.2009, 13:02

Na ja, ein Gama- Photon eben, das so hart ist, dass man sich daran die Zähne ausbeißen könnte ;)

f l o
 
03
7.10.2009, 10:28
wieso falsch?

klar braucht man dafür sehr hohe frequenzen - aber "licht" ist ja nicht nur "sichtbares licht".

Muhu
 
114
7.10.2009, 06:54
Yoktosekunde

Das ist immer noch deutlich länger als Chuck Norris braucht, um 10 Gegener k.o. zu schlagen.

CaptainMaxwell
12
7.10.2009, 12:35

Hehe... vielleicht sollt man die Planck-Zeit einfach in Norris-Zeit umbennnen.

Andreas Steinschaden
11
7.10.2009, 11:17
Vorschlag: Grundeinheit für kurze Zeiten: 1 Norris

Somit dauert so ein Lichtimpuls 10 Norris, was immer noch Lichtjahre im Schilauf sind......

Sol´kanar -The Swamp King
16
7.10.2009, 07:59
die Yoktosekunde ist jener Zeitraum,

die chuck norris braucht um das universum zu durchqueren, dort am ende 10 gegner K.O. zu schlagen und dann wieder zurückzusein.

Eiffel LaTour
11
7.10.2009, 13:51
Chuck Norris > Jesus

Jesus kann zwar über Wasser gehen, aber Chuck Norris kann durch Land schwimmen.

DaChief
00
14.10.2009, 14:58
Jesus lief über Wasser, Chuck Norris lief über Jesus!!

homer simpson9
 
10
7.10.2009, 14:12
es gibt sogar eine magic karte von ihm

http://arcona.files.wordpress.com/2009/08/c... norris.jpg

Leonardo Basil
00
9.10.2009, 11:19

hmmm.... und was passiert wenn 2 leute einen Chuck Norris im Deck haben?

...ähnlich wie die philosophische Frage aus Knight Rider: Was würde passieren wenn Kitt und Karr frontal gegeneinader crashen würden....

homer simpson9
 
00
10.10.2009, 02:03

er ist unblockable

kasperl-und- Petzi
00
7.10.2009, 04:43

coole Sache. Guter Artikel fuer diese Zeitung

datenbauer
00
6.10.2009, 19:20

"yokto" - noch nie gehört/gelesen

Andreas Steinschaden
21
7.10.2009, 11:18
yokto = Yakult mit Schreibfehler

Chris Quast
02
6.10.2009, 17:35

ja sag amoi, des is ja schneller wie a augenblinzla.

Raphael Hythlodeus
00
6.10.2009, 22:20
das ist glaub ich sogar schneller als usain bolt.

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