Gewerkschaft verteidigt Wiener Beamtenpensionen

6. Oktober 2009, 15:24
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Meidlinger: Nur 14,51 Prozent der Wiener Gemeindebediensteten in klassischen Verwaltungsaufgaben

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Christian Meidlinger, verteidigt das Wiener Beamtenpensionssystem. Er verweist darauf, dass nur 14,51 Prozent der 66.330 Arbeitnehmer im Wiener Magistrat mit "klassischen Verwaltungsaufgaben" beschäftigt seien. Rund 33.600 Personen seien dagegen in körperlich besonders belastenden Bereichen wie Müllabfuhr, Krankenpflege oder Kindergarten tätig. "Hier von Privilegien zu sprechen ist geradezu grotesk", so Meidlinger in einer Aussendung.

Der Rechnungshof hatte wiederholt Kritik an den langen Übergangsfristen bei der Harmonisierung der Wiener Beamtenpensionen mit den Regeln auf Bundesebene geübt und Mehrkosten von 130 Millionen Euro bis 2049 errechnet. Meidlinger verweist diesbezüglich darauf, dass Beamte höhere Pensionsbeiträge bezahlen und auch als Pensionisten "Pensionssicherungsbeiträge" entrichten müssen. (Dies gilt freilich auch für die Beamten im Bundesdienst.) Außerdem würden Zulagen bereits jetzt lebenslang durchgerechnet - für Meidlinger ein wesentlicher Punkt, weil sie bis zu 30 Prozent des Ruhebezugs ausmachen. (APA)

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