US-Regierung verschärft Regeln für Blogger-Werbung

6. Oktober 2009, 14:20
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Bewerbung von Produkten mit Gegenleistung muss gekennzeichnet werden

Die US-Regierung macht Front gegen Schleichwerbung in den Internet-Blogs. Die Wettbewerbshüter der Federal Trade Commission (FTC) erließen am Montag (Ortszeit) neue Regeln zur Kontrolle der Empfehlung von Produkten, die in den Blogs immer häufiger vorkommt. Es ist das erste Mal, dass die Regierung die Amateur-Werbung zu regulieren versucht.

Geldstrafe von bis zu 11.000 Dollar

Nach den neuen Richtlinien muss künftig jeder Blogger, der sich für ein Produkt oder einen Service stark macht und dafür eine Gegenleistung bekommt, dies künftig kenntlich machen. In welcher Form, geht aus den veröffentlichten Richtlinien nicht hervor. Wer gegen die Vorschrift verstößt, kann mit einer Geldstrafe von bis zu 11.000 Dollar belegt werden.

"Wenn ein Blogger ein Produkt bewertet und dafür Geld oder andere Gegenleistungen erhält, ist das als eine Werbung zu betrachten", heißt es in den FTC-Regeln. "Folglich müssen Blogger, die Werbung betreiben, die materiellen Verbindungen mit dem Verkäufer des Produkts oder Service offenlegen."

Warnung

Allerdings neigt die Behörde anscheinend bei Verstößen zur Milde: Sünder sollen eher mit Warnungen davonkommen als kräftig zur Kasse gebeten werden. "Was Blogger betrifft, konzentrieren wir uns hauptsächlich auf Erziehung", sagte Richard Cleland von der FTC der PC World. "Es gibt da draußen Hunderttausende Blogger. Es ist einfach nicht praktisch, sich mit jedem einzelnen Fall auseinanderzusetzen." (APA/dpa)

 

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