Staat nimmt am Kapitalmarkt zwei Milliarden Euro auf

6. Oktober 2009, 14:41
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Wien - Die Republik Österreich hat heute, Dienstag, wie geplant in parallelen Auktionsverfahren am Kapitalmarkt zwei Bundesanleihen um in Summe 2 Mrd. Euro aufgestockt. Die 4,85-Prozent-Bundesanleihe 2009-2026 wurde um 1,2 Mrd. Euro erhöht, die erzielte durchschnittliche Rendite lag bei einem Ausgabepreis von rund 107,5 Prozent bei rund 4,2 Prozent. Die Anleihe 2009-2014 wurde um 800 Mio. Euro aufgestockt, hier lag die durchschnittliche Rendite bei 2,65 Prozent bei einem Kurs von rund 103,5 Prozent.

ÖBFA-Geschäftsführerin Martha Oberndorfer zeigte sich mit dem heute erzielten Auktionsergebnis "sehr zufrieden", wie sie sagte. Der Renditespread zu den vergleichbaren deutschen Benchmark-Emissionen sei zwar schon zusammengelaufen, liege aber noch immer nicht dort, wo er sein sollte, so Oberndorfer. Demnach lag die Ausgaberendite heute bei der 17-jährigen Emission um 40 Basispunkte über Deutschland und bei der 2014-Anleihe um 32 Basispunkte höher. Eine ebenfalls heute begebenen 15-jährige irische Anleihe liege vergleichsweise um 120 Basispunkte über Österreich, betonte Oberndorfer.

Mit der heutigen Emission habe der Staat bereits rund 90 Prozent des geplanten Emissionsvolumens von bis zu 33 Mrd. Euro aufgenommen. Noch stehen zwei Auktionstermine aus, wobei der optionale Dezembertermin "traditionell" abgesagt werde, so Oberndorfer. In Summe werde man am Ende des Jahres am oberen Ende der Bandbreite zu liegen kommen.

Das Konzept der Flexibilität der ÖBFA habe sich bewährt, so Oberndorfer. Nach dem April-Termin wurden auch diesmal zwei Bundesanleihen parallel aufgestockt. Dadurch sei es einfacher, das Volumen auch im Markt unterzubringen. Ob es im November wieder eine Parallelauktion geben wird, sei noch offen. "Uns ist das egal, wir richten uns nach dem Markt", so die ÖBFA-Chefin. Der nächste reguläre Auktionstermin für Bundesanleihen ist für den 3. November vorgesehen. Am 1. Dezember ist der letzte offizielle Termin in diesem Jahr.

Die beiden Anleihen wurden fast ausschließlich von Finanzinstituten im Ausland gekauft. Nur von der Anleihe 2009-2026 entfielen 0,25 Prozent oder 3 Mrd. Euro auf inländische Banken, teilt die ÖBFA auf ihrer Homepage mit. (APA)

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