Bargeldloser Zahlungsverkehr für Banken profitabel

6. Oktober 2009, 14:05
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"World Payments Report 2009": Bargeldloser Zahlungsverkehr 2007 weltweit um knapp neun Prozent gewachsen

Wien - Das weltweite Geschäft mit bargeldlosem Zahlungsverkehr ist für Finanzinstitute trotz Krise eine "stabile und profitable" Umsatzquelle. Obwohl sich die Marktkonditionen und Geschäftsvolumina der Banken im 1. Quartal 2009 verschlechtert haben, bleibt dieser Bereich mit einem Umsatzanteil zwischen 5 und 20 Prozent der Bankeinnahmen ein wichtiger Faktor, geht aus dem heute, Dienstag, veröffentlichten "World Payments Report 2009" der Beratungsfirma Capgemini, der Royal Bank of Scotland sowie der European Financial Management & Marketing Association hervor.

Die Kreditkrise habe die Prioritäten der Firmenkunden der Banken verändert. "Aufgrund der erschwerten externen Finanzierung sowie verschärften Kreditbedingungen suchen sie nach Wegen, wie sie ihr Betriebskapital optimieren können. Das fördert die Nachfrage nach Transaction-Banking-Dienstleistungen", meint Martijn Rom Colthoff, Finanzdienstleistungs-Stratege bei Capgemini.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr - dazu zählen Zahlungen mit Kreditkarte, Überweisungen, Lastschriften und Schecks - ist 2007 laut Report weltweit um 8,6 Prozent auf 250 Milliarden Transaktionen gestiegen. Auch für 2008 zeichne sich ein Wachstumstrend ab, konkrete Zahlen liegen aber noch nicht vor, hieß es auf Anfrage der APA. Im Zeitraum von 2001 bis 2007 sind die bargeldlosen Transaktionen in Österreich um 13 Prozent gewachsen.

2007 sind 92 Prozent aller weltweit getätigten bargeldlosen Transaktionen auf zehn Märkte (USA, Eurozone, China, Großbritannien, Kanada, Brasilien, Japan, Südkorea, Australien und Russland) gefallen, die zusammen 84 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) präsentierten. Der größte Markt ist mit 99 Milliarden Transaktionen die USA geblieben, gefolgt von der Eurozone (55 Milliarden) und China (22 Milliarden). Allein USA und Eurozone stehen für rund 60 Prozent des weltweiten Volumens.

36 Prozent der bargeldlosen Transaktionen wurden 2007 mit Kreditkarten getätigt. Rund 29 Prozent fielen auf Überweisungen, 26 Prozent auf Lastschriften und 9 Prozent auf Schecks. (APA)

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