EULEX untersucht mögliche Massengräber

6. Oktober 2009, 12:27
19 Postings

Noch keine Details bekannt - 15 Massengrabstellen seit 2008 untersucht

Pristina - Die EU-Rechtsstaatsmission im Kosovo (EULEX) ist im Zentral-Kosovo auf die Spuren von einem oder mehreren Massengräbern getroffen. Eine Sprecherin des EULEX-Büros für vermisste Personen und Gerichtsmedizin (OMPF), Valerie Brassey, erklärte gegenüber dem Internetportal "Balkaninsight", dass mehrere Stellen untersucht würden. Konkretere Informationen gebe es derzeit noch nicht.

Dem Internetportal zufolge dürfte es sich um Massengräber im Dorf Klecka (Kleqk) in der Gemeinde Malisevo (Malisheve) handeln. Seit Dezember 2008, als die EULEX-Mission im Kosovo voll funktionsfähig geworden war, wurden von OMPF 41 Operationen an diversen Stellen und 26 Ausgrabungen vorgenommen. Gleichzeitig wurden 15 mögliche Massengrabstellen untersucht.

Die serbischen Behörden hatten im August 1998 im Dorf Klecka ein Massengrab mit Überresten von 22 serbischen Zivilisten entdeckt. Es soll sich um Dorfeinwohner gehandelt haben, die zuvor von Angehörigen der albanischen "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) entführt worden waren. Zwei einstige UCK-Angehörige wurden 2001 vor einem serbischen Gericht in diesem Fall zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. (APA) 

Share if you care.