KTM steigt nach sieben Jahren aus Straßen-WM aus

6. Oktober 2009, 12:12
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Wirtschaftslage erfordert geänderte Motorsportstrategie - Bartol bleibt - Bauer künftig auf KTM

Wien/Mattighofen - Der österreichische Motorrad-Hersteller KTM beendet nach sieben Jahren endgültig das werksseitige Engagement in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft. Das gab das Mattighofener Unternehmen am Dienstag bekannt. Nicht zuletzt wegen der Wirtschaftslage passt der im Offroadsport extrem erfolgreiche Hersteller aus Oberösterreich seine Motorsportstrategie im Bereich Straßenrennsport insofern an, als künftig der Nachwuchsbereich ausgeweitet sowie verstärkt auf den Einsatz seriennaher Motorräder gesetzt wird.

KTM hatte aus verkaufstechnischen Gründen 2003 den Schritt auf die Straße gewagt und war zwischendurch sogar in allen drei Klassen engagiert gewesen. Im Vorjahr stieg man dann auch aus der Viertelliter-Straßen-WM aus, nun beendet man mit Saisonende auch das werksseitige Engagement des 125er-GP-Teams, für das derzeit Marc Marquez und Cameron Beaubier starten. Neben 22 Laufsiegen hat KTM in der Straßen-WM bisher 46 Podiumsplätze und 19 Poles herausgefahren, im Jahr 2005 wurde man auch Konstrukteursweltmeister in der 125er-Klasse.

Erhalten bleibt aber der Red Bull Rookies Cup im Rahmen der MotoGP-Weltmeisterschaft, in dem sich die talentiertesten Nachwuchspiloten auf 125er-Production-Racern und auf internationaler Ebene profilieren können. Auch Teamchef und GP-Legende Harald Bartol bleibt dem Unternehmen treu.

Zusätzlich möchte KTM ab der Saison 2010 ausgewählte Teams in Deutschland und Österreich unterstützen und Talenten die 125er-KTM-Rennmaschinen zur Verfügung stellen. Zudem werden gemäß der Philosophie "Ready to Race" die Rennaktivitäten mit dem Superbike-Serien-Flaggschiff RC8 R verstärkt. So wird der zweifache IDM-Champion Martin Bauer 2010 für das KTM-Team Germany in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an den Start gehen. (APA)

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