Öbau-Köck aus Ternitz insolvent

6. Oktober 2009, 12:07
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61 Dienstnehmer betroffen - Schulden in der Höhe von 5,5 Millionen Euro

Neunkirchen - Der Baustoffhändler "Öbau-Köck Ges.m.b.H." ist zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres insolvent. Nachdem bereits Anfang Jänner ein Konkursverfahren über das Unternehmen mit Sitz in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) eröffnet wurde, schlitterte der Betrieb nun endgültig in die Pleite, teilte der AKV am Dienstag mit. Betroffen sind 61 Dienstnehmer und rund 1.500 Gläubiger.

Das Familienunternehmen hat rund 8,2 Mio. Passiva angehäuft. Diesen stehen Aktiva von 2,7 Mio. Euro gegenüber. Die Überschuldung beträgt also 5,5 Mio. Euro. Das Konkursverfahren vom Jänner wurde aufgehoben, nachdem das Unternehmen den Zwangsausgleich angenommen hatte. Damals waren 152 Dienstnehmer und 1.200 Gläubiger betroffen. An die unbesicherten Gläubiger wurde eine siebenprozentige Barquote überwiesen.

Erst im September wurde bekannt, dass der Zusammenschluss zwischen Lagerhaus Gmbh und Öbau-Köck bei der Bundeswettbewerbsbehörde eingereicht wurde. Auch mit dem Unternehmen Hagebau wurden zuvor Übernahmegespräche geführt. Während dieser Zeit musste Öbau-Köck seine Waren erheblich teurer beziehen als geplant. Durch die Wirtschaftskrise blieben auch die Umsatzzahlen unter den Erwartungen.

Eine Fortführung des Unternehmens, das im Einzelhandel u.a. mit Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf sowie im Großhandel u.a. mit Holz und Baustoffen tätig ist, sei nicht geplant, so der AKV. Lediglich bis die Waren abverkauft sind, soll der Betrieb weitergeführt werden. (APA)

 

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