Frauen gewinnen im Web 2.0 die Oberhand

6. Oktober 2009, 08:36

Mehrheit der Nutzer auf Social-Networking-Sites ist weiblich - Bei Facebook und Twitter klare Dominanz, Digg bleibt vornehmlich Männerraum

Die Mehrheit der Nutzer von sozialen Netzwerken im Internet ist weiblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschungsarbeit von Brian Solis, der die entsprechenden Daten mithilfe des Online-Tools Google Ad Planner ausgewertet hat. Demnach wird einzig die Social-Bookmarking-Seite Digg  von Männern dominiert, auf allen anderen Plattformen tummeln sich hingegen zum Teil viel mehr Frauen als Männer. Bei Facebook und Twitter zum Beispiel sind 57 Prozent aller Nutzer weiblich, bei MySpace sogar 64 Prozent. Spitzenreiter beim Frauen-Anteil ist das vor allem im englischsprachigen Raum beliebte Netzwerk bebo . Fast 70 Prozent der bebo-Mitglieder sind laut der Statistik weiblich. "Geschlechtergleichheit" herrscht hingegen auf den Plattformen LinkedIn, YouTube, deviantART und delicious. Hier hält sich das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Mitgliedern ziemlich die Waage.

Durchsetzung

Ursula Seethaler, Partnerin der AG GenderCommunication , ist über die Ergebnisse der Studie wenig verwundert. "Das gesellschaftliche Stereotyp, wonach Frauen auf der kommunikativen Ebene stärker engagiert sind als Männer, schlägt sich auch im Web 2.0 durch", berichtet Seethaler im Gespräch. Die Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit Freunden über Facebook, MySpace und Co. werden von Frauen demnach intensiver genutzt als von Männern, die diese Portale eher zu Selbstdarstellungszwecken und weniger zum Dialog mit anderen verwenden, erläutert die Kommunikationsberaterin die Unterschiede im Nutzungsverhalten der beiden Geschlechter.

Business

Ein umgekehrtes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Mitgliedern zeige sich allerdings in Business-Netzwerken wie LinkedIn oder Xing, weiß Seethaler. Diese und ähnliche Plattformen für geschäftliche Kontakte seien immer noch klare Männerdomänen. Xing zum Beispiel verzeichnet im deutschen Sprachraum einen Frauenanteil von lediglich 35 Prozent. Generell sind in Deutschland mehr Männer im Internet unterwegs als Frauen. Während bereits 76 Prozent aller deutschen Männer Internetnutzer sind, hinkt der Anteil von internetnutzenden Frauen mit 62 Prozent etwas hinterher.

Vergleiche

Wie Ute Kempf vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit berichtet, bleibt diese Schere zwischen den Geschlechtern seit vielen Jahren gleich. "Interessant ist allerdings, dass junge Frauen zwischen 14 und 19 Jahren ihre männlichen Alterskollegen in der Internetnutzung bereits überholt haben", weiß die Expertin. Laut Kempf hätten soziale Netzwerke daran einen entscheidenden Anteil. Auch sie zeigt sich von der Erkenntnis, dass auf Social-Networking-Sites mehr Frauen als Männer anzutreffen sind, wenig überrascht. "Frauen sind eher nutzenorientiert, d.h. sie überlegen zuerst, ob ihnen die Nutzung überhaupt etwas bringt. Männer hingegen begeistern sich eher für die technische Seite der vielfältigen Anwendungen im Internet", lautet Kempfs Erklärung für das unterschiedliche Nutzungsverhalten. Letztlich spiegle auch der "Geschlechterkampf" im Web nur reale Verhältnisse und geschlechterspezifische Vorurteile in der Gesellschaft wider, stellen Seethaler und Kempf übereinstimmend fest. (pte)

Alpha Centaurus
00
8.10.2009, 06:40

Warum sollte es im Web anders sein, als im wirklichen Leben, wenn es um Klatsch und Tratsch geht? ;-)

Harald Nowak
00
7.10.2009, 00:43
Aber...

...nur Frauen 2.0, oder? Ah, tschuldigung, ich meinte FrauInnen 2.0.

Teraniel
15
6.10.2009, 12:13
"Facebook, MySpace und Co. werden von Frauen demnach intensiver genutzt als von Männern, die diese Portale eher zu Selbstdarstellungszwecken und weniger zum Dialog mit anderen verwenden"

Sorry für die wortwahl aber der artikel ist scheisse...geschüttelt, nicht grührt.

Wer klatscht sich denn vorm forteghn immer ein kilo make up ins gesicht und hängt sich 13 4th hand laden billigts schmuck durch diverse löcher im gesicht und alles nur um möglichst auf zu fallen....

Frauen neigen bei weitem mehr zur selbsdarstellung als männer und deshalb sind diese digitalen weihrauchstuben auch hauptsächlich von 14-19 Prinzessin/Kätzchen/Playboy-Bunny97 und anderen klische "ich bin eine traumfrau und das zeig ich euch jetzt allen" egomanINNEN besiedelt...

StudiVz war noch die beste von den seiten, kühl schlicht, strukturiert und optisch angenehm.

Myspace seiten bewirken augenkrebs im endstadium...

geek!
00
6.10.2009, 18:39

studivz ist eine kopierte und dann nicht weiter entwickelte version von facebook.. myspace ist wirklich extrem unhandlich geworden im vergleich zu der konkurenz..

und die 14-19jährigen kinder die du beschrieben hast sind nicht geschlechtsgebunden.. das machen in dem alter die burschen genauso.. nur heißts da nicht "bin ein traumtyp" sondern eher "bin taff" oder bei den nerds "hab mehr als man sieht" ^^

gxe10sc
00
6.10.2009, 11:46

gibts dieses twitter etwa immer noch !?

melhor
02
6.10.2009, 09:29

"Frauen sind eher nutzenorientiert, d.h. sie überlegen zuerst, ob ihnen die Nutzung überhaupt etwas bringt. Männer hingegen begeistern sich eher für die technische Seite der vielfältigen Anwendungen im Internet"

So eine blödsinnige Aussage! Was für einen Nutzen hat Facebook mehr als Xing? Xing bringt berufliche Kontakte, bietet bessere Chancen von Firmenevents zu erfahren und kann einem bei der Jobsuche unterstützen! Bei Facebook kann ich mein Kommentar zu Bildern machen which 'i like' und Farmville spielen... sehr viel nutzen.
Ich bin da eher bei der Fr Seethaler: Frauen sind sozialer und deshalb mehr auf _sozialen_ Plattformen.

Mathias
 
01
6.10.2009, 10:31
Frauen sind eher nutzenorientiert, d.h. sie überlegen zuerst, ob ihnen die Nutzung überhaupt etwas bringt.

So ein hirnrissiger Schwachsinn! Was hat der Nutzen, wenn Frau duzende Handtaschen besitzt? Oder duzende Paar Schuhe??

Der Nutzen ist ja nur für die massenproduzierende Industrie da, sonst für rein gar nichts!

Und wegen Web 2.0. Wen interessieren schon Tratsch und Gerüchte? Auch nur die Regenbogen-Leserinnen. Harte Fakten werden dort doch gemieden!

Wieviel Frauen lesen Illustrierte, und wie viele lesen den Falter? Wäre doch auch mal eine "interessant" Studie :-)

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