HRW fordert Freilassung von inhaftierten Oppositionellen

5. Oktober 2009, 22:28
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Dutzende Menschen ohne jede rechtliche Grundlage inhaftiert

Conakry - Nach der blutigen Niederschlagung einer Oppositionsveranstaltung in Guinea hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) die Freilassung politischer Häftlinge gefordert. Seit dem gewaltsamen Vorgehen der Armee in der Hauptstadt Conakry seien "Dutzende" Menschen ohne jede rechtliche Grundlage inhaftiert, erklärte HRW am Sonntag. Sie müssten entweder unverzüglich freigelassen oder aber rechtsstaatlichen Prinzipien entsprechend einem Haftrichter vorgeführt und formell angeklagt werden. Unter den Festgenommenen seien auch viele Mitglieder von Oppositionsparteien des westafrikanischen Staates.

Die Armee in Guinea war am 28. September äußerst brutal gegen eine Kundgebung der Opposition in einem Stadion vorgegangen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden dabei mindestens 157 Menschen getötet und mehr als 1250 verletzt. Zudem sollen Soldaten Frauen in dem Stadion und auf offener Straße vergewaltigt und gequält haben. Die Demonstranten protestierten gegen die Pläne von Junta-Chef Moussa Dadis Camara, bei der für Jänner geplanten Präsidentenwahl anzutreten. (APA)

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