Seoul beschlagnahmt vier nordkoreanische Frachtcontainer

5. Oktober 2009, 22:17
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Durchsuchung bringt keine Hinweise auf verdächtige Ladung

Seoul - Südkorea hat nach Medienberichten auf der Grundlage bestehender UN-Sanktionen gegen Nordkorea vier Frachtcontainer des Nachbarlandes beschlagnahmt und durchsucht. Der Geheimdienst und andere Behörden hätten die Durchsuchung der Transportbehälter auf einem in der südkoreanischen Hafenstadt Pusan liegenden Frachter bereits am 22. September angeordnet, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Montag unter Berufung auf Hafen- und Regierungsbeamte. Die Durchsuchung habe jedoch keine Hinweise auf verdächtige Ladung geliefert, wurde ein Hafenbeamter zitiert. Der Frachter, der in Panama registriert sei, sei im vergangenen Monat aus China angekommen.

Der Weltsicherheitsrat hatte als Reaktion auf den zweiten nordkoreanischen Atomtest am 25. Mai verschärfte Sanktionen gegen das kommunistische Land verhängt. Unter anderem sieht die damit verbundene Resolution 1874 vor, dass Fracht nach und von Nordkorea stärker auf verbotene Waffenlieferungen kontrolliert werden soll. Die Resolution ist völkerrechtlich verbindlich.

Die USA, China, Südkorea und andere Länder versuchen derzeit, Nordkorea zur Rückkehr zu Gesprächen über ein Ende seines Atomwaffenprogramms zu bewegen. Nordkoreas Ministerpräsident Kim Yong Il hatte nach Berichten nordkoreanischer und chinesischer Medien am Sonntag bei einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wen Jiabao in Pjöngjang nochmals die grundsätzliche Bereitschaft seiner Regierung zu "bilateralen und multilateralen" Gesprächen im Atomstreit bekräftigt. (APA)

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