Vizepremier sagt Besuch in Großbritannien ab

05. Oktober 2009 21:56

Yaalon befürchtet Verhaftung wegen Tötung eines Hamasführers, bei der 14 weitere Menschen starben

Jerusalem - Aus Furcht vor einer möglichen Festnahme wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen hat der israelische Vizeministerpräsident Moshe Yaalon eine geplante Reise nach Großbritannien abgesagt. Yaalon, zugleich Minister für strategische Angelegenheiten, habe vermeiden wollen, "in die Hände antiisraelischer Propaganda zu spielen", sagte sein Sprecher am Montag. Palästinensische Organisationen haben in der Vergangenheit in Großbritannien mehrfach versucht, unter dem Prinzip universeller Gerichtsbarkeit juristisch gegen Vertreter Israels vorzugehen.

Ins Visier sind dabei Offiziere geraten, die an Aktionen gegen militante Palästinenser beteiligt waren, bei denen auch Zivilpersonen getötet wurden. Das Prinzip universeller Gerichtsbarkeit sieht vor, dass schwerste Verbrechen auch außerhalb der Grenzen des Landes geahndet werden können, in dem sie begangen worden sein sollen. Zuletzt hatten palästinensische Aktivisten in der vergangenen Woche vergeblich versucht, während eines Besuchs des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak einen Haftbefehl gegen ihn zu erwirken.

Warnung vor Anklage

Juristische Berater hatten Yaalon vor einer möglichen Anklage wegen seiner Beteiligung an der Tötung eines militanten Hamas-Führers 2002 gewarnt, bei der auch 14 weitere Menschen ums Leben kamen, darunter neun Kinder. Yaalon war früher israelischer Generalstabschef. "Dies ist ein Versuch, Israel zu delegitimieren", erklärte Yaalon. Er war zu einer Veranstaltung einer jüdischen Wohltätigkeitsorganisation in Großbritannien eingeladen.

Israel hat jegliche Vorwürfe gegen seine Streitkräfte zurückgewiesen. Das Vorgehen der palästinensischen Aktivisten belastet die Beziehungen Israels zu Großbritannien. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu brachte das Thema bei einem Treffen mit Premierminister Gordon Brown zur Sprache.

Im Dezember 2007 hatte der Minister für öffentliche Sicherheit, Avi Dichter, eine Einladung nach Großbritannien abgelehnt. Er war früher Leiter des Geheimdienstes Shin Bet. Ihm drohte eine Festnahme wegen seiner Beteiligung an derselben Tötungsaktion, wie sie Yaalon vorgeworfen wird. 2005 blieb der General im Ruhestand Doron Almog auf dem Flughafen Heathrow an Bord seines Flugzeugs und flog umgehend zurück nach Israel. Ihm drohte eine Festnahme im Zusammenhang mit der Zerstörung von palästinensischen Wohnhäusern in einer Kampfzone. Der Haftbefehl wurde später aus Verfahrensgründen fallengelassen. (APA/AP)

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d_parker
09.10.2009 12:00
Ach ja, die Freuden des Konzepts der universellen Gerichtsbarkeit... Die Tatsache, dass die Zivilisten unbeabsichtig in einem assymetrischen Krieg gegen in der Zivilbevölkerung verankerte/versteckte nach Guerilla-Taktik agierende Terroristen getötet

wurden, interessiert da natürlich nicht.

"If they were at all interested in human rights they would be going after the worst first - those who murder innocent civilians as part of a campaign of ethnic cleansing or genocide. But they are interested in Israel and Israel alone. That's why they demand boycotts and divestment only from the Jewish state and not from real human rights violators. Indeed, most of them would fervently reject to sanctions against Iran, North Korea, Libya, Venezuela, China, Zimbabwe, Syria or Saudi Arabia."

http://cgis.jpost.com/Blogs/der... risdiction

http://journal.juridicum.at/?c=144&a=2157

Fritz Wunderlich
07.10.2009 15:29

in dem fall sind alle israelischen organisationen und diesen nahestehenden aufgerufen, gegen alle vertreter exilpalästinensischen organisationen wegen unterstützung und finanzierung von und aufruf zu terror und verbreitung von antisemitischer hetze zu klagen und sie verhaften zu lassen
das müsste in gb ja leicht gehen, die haben ja solche gesetze wegen der ira, usw.

Reddogg
 
08.10.2009 07:08

Können Sie das belegen oder meinen Sie schon die Bürger die allein eine Überweisung in Richtung PA etc durchführen?

Fritz Wunderlich
08.10.2009 09:28

klar kann ich das belegen, mit einem verdacht, denn auf verdacht geht alles, wie im artikel steht, duemmling
"einer möglichen Festnahme wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen"

Reddogg
 
08.10.2009 12:11

Der Verdacht beruht ejdoch auf den Bericht von Herrn Goldstone und nicht einem "ausgedachten" Verdacht, denn sie aufbringen wollen hier...Goldstone hat Fakten die nachprüfbar sind...

Fritz Wunderlich
08.10.2009 20:23

hehe, der admin hatte ein einsehen mit deiner duemmlichen meldung und hat meine antwort nicht erscheinen lassen, deine korrektur kommt zu spät, erst lesen, dann posten, mon petit

Reddogg
 
08.10.2009 14:35

Natürlich nicht auf den Goldstone-Bericht sondern von anderen NGO's und auch paläst. Berichten...

Andreas Globus
06.10.2009 21:16
p11 fragte mich, ob "Juden morden dürfen?"

nein, niemand darf morden.
Nur die wahren Mörder der Kinder sind diejenigen Terroristen, die sich hinter Frauen und Kindern verstecken mit dem Gedanken sie seien somit unangreifbar.

Die wahren Mörder sind auch diejenigen, die Raketen gegen Israel abschießen mit der Hoffnung Menschen, Schulen, Kindergärten zu treffen.

Student der Magie
06.10.2009 13:33
also wenn jemand Kriegsverbrechen begangen hat,

dann sollte

a) Israel diesen Mann selbst verhaften, verurteilen

b) Israel aufhören, wenn es das nicht selbst macht, immer mit der Antisemitismuskeule zu schwingen, wenn ein Kriegsverbrecher, der eben israelischer Staatsbürger ist, woanders verhaftet wird.
Bei einem Kriegsvebrecher ist es vollkommen egal, woher er kommt, und welchen Glauben er hat. Da schlägt sich selbst das Totschlagargument "Antisemitismus" tot;)

Und wenn er kein Kriegsverbrecher ist, dann wird sich das sicherlich ganz leicht beweisen lassen, bzw. das Gegenteil, dass er einer ist, nicht bewiesen werden können;)

Aber "Antisemitismus" rufen, aber nichts untersuchen zu lassen ist unglaubwürdig und schlicht und einfach zu wenig.

gilad_1199
06.10.2009 13:08
bei dem schwachsinn der da so abläuft eine weise entscheidung.

da haben die hamasführer es einfacher, die reisen sowieso seltener...

fibiundchillie
06.10.2009 15:01

wann hatte ein hamas- oder plo- whatever-pal. führer schon mit einem westl. haftbefehl zu rechnen?

tony bennett
07.10.2009 20:07

jaja, der westen hat sich nämlich mit den palästinensern gegen israel verschworen, stimmts?

Andreas Globus
06.10.2009 10:01
.. weil sich die arme Hamas hinter Frauen und Kinder verstecken.


Wahrhaftig heldenhaft.

(Versuch Nr. 2)

Artischocke
 
06.10.2009 11:19

Na hoffentlich "verstecken" Sie sich nicht zu Hause hinter Frau und Kind...

vi-de dot com
 
06.10.2009 09:29
das ist ein Geständnis.

Artischocke
 
05.10.2009 23:04
"Tötungsaktion"

Solche "Tötungsaktionen" sind eben nach internationalem Recht nichts anderes als Morde.

diamant
 
06.10.2009 10:39
Ein Mord ist erst ein Mord wenn jemand

des Mordes verurteilt wurde.
Naja, jedenfalls in einem Rechtstaat, etwas das sie ja wuetend ablehnen......

short cut
16.10.2009 13:50
@diamant

Eine Verurteilung/Freispruch ist erst nach einem Verfahren möglich, jedenfalls in einem Rechtsstaat.

krankes-kind
06.10.2009 13:03

wo kein klaeger, da kein richter!

auch das dritte reich war der definition nach ein rechtsstaat...
(jaja, die nazi-keule; ich will mich von vergleichen israel-ns hier ausdruecklich distanzieren, aber wenn es um die grundsaetzliche fehlbarkeit des staates geht ist es doch immer ein brauchbares beispiel)

Artischocke
 
06.10.2009 12:04

Achso, verstehe. Solange der Täter nicht verurteilt wurde, ist eine Tat also gar nicht geschehen....

Student der Magie
06.10.2009 13:35
die Logik desjenigen

dessen rechter Arm aus politischen Einstellungsgründen dauernden Zuckungen ausgeliefert ist;)

tony bennett
07.10.2009 20:09

was ist denn rechts daran, die aufarbeitung von kriegsverbrechen zu fordern?

Stifter
05.10.2009 22:56

Offenbar hat Yaalon wenigstens ein schlechtes Gewissen...

gilad_1199
06.10.2009 13:10
wieso sollte er, die aktion gegen den hamasnik war doch wohl ein voller erfolg.

tony bennett
07.10.2009 20:10

so erfolgreich, dass er sich jetzt nicht mehr nach england traut. bravo, toller erfolg. aber waren ja eh nur araber, stimmts?

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