Regierungschef vermisst Trendwende in der Wirtschaft

5. Oktober 2009, 16:10
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Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich zum Jahresende hin wieder verschlechtern

Tokio - Die japanische Wirtschaft hat nach Einschätzung des neuen Ministerpräsidenten die Trendwende noch nicht geschafft. Zwar sei die Arbeitslosenquote zuletzt gesunken, sagte Yukio Hatoyama am Montag. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich aber zum Jahresende hin wieder verschlechtern. Damit signalisierte der Regierungschef möglicherweise weitere Konjunkturstützen.

In einer Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo gehen mehr als 60 Prozent der Abgeordneten der regierenden Demokratischen Partei davon aus, dass in diesem Herbst weitere Hilfen nötig sind, weil dann die Erholung ins Stocken gerät.

Die japanische Wirtschaft hat sich im Frühjahr aus der schwersten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg gelöst und dabei von den weltweiten Konjunkturprogrammen profitiert. Die Erholung bei Industrie und Exporten verlor jedoch zuletzt an Schwung. Zudem ist die Arbeitslosigkeit trotz der geringeren Quote im August immer noch hoch, und das Land ist zurück in die Deflation gefallen. Die Demokratische Partei hatte Ende August die Liberaldemokraten an der Regierung abgelöst, die mit kurzen Unterbrechungen mehr als ein halbes Jahrhundert lang an der Macht waren. (APA/Reuters)

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