Sondersitzung von Wiener Gemeinderatsausschuss

7. Oktober 2009, 13:08
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Theater an der Wien benötigt 2,1 Mio. Euro für Verbesserungen bei der Kulissenanlieferung

Wien - Die Finanzlage der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) wird demnächst zum Inhalt einer Sondersitzung des Gemeinderatsausschusses für Kultur und Wissenschaft. ÖVP und Grüne haben die Sitzung beantragt, um mehr über die offensichtlich prekäre Finanzlage der VBW zu erfahren, so die Antragsteller. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny   sei im Kulturausschuss am Dienstag Informationen zum drohenden Abgang bei den VBW schuldig geblieben, begründete die Grüne Kultursprecherin Marie Ringler  den Schritt.

Die Presse werde vom Generaldirektor offenbar informiert, die Mitglieder des Kulturausschusses hätten jedoch keine Einsicht in die aktuelle Finanzlage. Da die VBW der größte Subventionsnehmer im Kulturbereich seien, müssten bei den offensichtlich besorgniserregenden Zahlen die Mitglieder des Kulturausschusses über die Fakten informiert werden. Deshalb bedürfe es der Sondersitzung unter Anwesenheit von VBW-Generaldirektor Thomas Drozda. Die Sitzung muss nun innerhalb der nächsten Woche vom Kulturstadtrat einberufen und innerhalb von 14 Tagen abgehalten werden.

 Im Kulturausschuss war am Dienstag  ein Bau- und Investitionskostenzuschuss von 2,1 Mio. Euro für den rückwärtigen Bereich des Theaters an der Wien behandelt worden. Die Grünen hatten dem Antrag nicht zugestimmt. "Ich halte es für unverantwortlich, derartig viel Geld für die Veränderung von baulichen Gegebenheiten bereitzustellen, mit denen man bisher gut ausgekommen ist, zumal es Hinweise darauf gibt, dass die Vereinigten Bühnen Wien auf ein Zehn-Millionen-Defizit zusteuern", so die Kultursprecherin der Wiener Grünen, Marie Ringler.

Konkret sind  der Einbau einer Hubbühne für den Bühnenzugang Lehargasse zum Niveauausgleich zwischen Straße und Bühne, der Einbau eines Personenlifts sowie die Umgestaltung des Vorplatzes samt Errichtung eines Vordaches in der Lehargasse geplant. Durch diese Maßnahmen würde der durch Stagione-Opern-Programm notwendige häufigere Kulissen-Wechsel erleichtert, heißt es in dem Antrag. (APA)

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    foto: theater an der wien / ott
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