Wind bringt Punkte

5. Oktober 2009, 14:52
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Jeder Springer erhält je nach Windverhältnissen Punkte - Keine Abbrüche und Unterbrechungen mehr - Bis auf eine Nation haben alle dem System zugestimmt

Wien - Vorbehaltlich der als gesichert geltenden Zustimmung des FIS-Vorstandes wird das neue Bewertungssystem im Skispringen auch im kommenden Weltcup-Winter zum Einsatz kommen. Das während des Sommer-Grand-Prix getestete Reglement sieht vor, dass jeder Springer abhängig von den Windverhältnissen, berechnet nach einer mathematischen Formel, Punkte erhält. Dadurch gehören Abbrüche und Unterbrechungen von Durchgängen wegen wechselnder Windstärken und -richtungen der Vergangenheit an.

Beim FIS-Meeting Ende September in Zürich einigte sich das Sprungkomitee des Internationalen Ski-Verbandes auf die Fortführung der Testphase im Weltcup und bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica. Alle Nationen bis auf eine haben den Änderungen zugestimmt, die Gegenstimme soll dem Vernehmen nach vom Österreichischen Ski-Verband (ÖSV) gekommen sein.

Modifiziert wird das Regulativ noch hinsichtlich der Möglichkeit der beliebigen Veränderung der Anlauflänge auf Anweisung der Trainer. Dadurch soll Taktieren verhindert werden. Eine Anlaufverkürzung ist demnach auch künftig nur nach Jury-Entscheid möglich, ein Abbruch ist aber auch dann nicht nötig - der Springer erhält dann je nach Anlauf Bonuspunkte.

Um die Verständlichkeit für die (Fernseh)-Zuschauer zu verbessern, wird neben den üblichen Weitenmetern und Haltungsnoten künftig auch der neue Windfaktor angezeigt. Ein "Gate-Faktor" kommt noch hinzu, wenn es zuvor eine Anlaufveränderung gab. Der FIS-Vorstand muss die nicht unumstrittene Reform Mitte November noch absegnen. Bei den Olympischen Spielen im Februar in Vancouver kommt das neue Regelwerk nicht zur Anwendung. (APA)

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