Landestheater NÖ startet mit Musil

5. Oktober 2009, 13:01
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"Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer" hat am 10. Oktober Premiere

St. Pölten - Mit Robert Musils irrwitziger Komödie "Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer" startet das Landestheater Niederösterreich in St. Pölten am Samstag (10. Oktober) in seine fünfte Spielzeit. Der Wiener Regisseur und Robert-Musil-Spezialist Jürgen Kaizik inszeniert dessen einziges Lustspiel. Nicole Beutler gibt als "Alpha" die femme fatale, als "Vinzenz" ist Joseph Lorenz zu sehen.

Am 17. Oktober (19.30 Uhr) steht Tom Stoppards Komödie "Arkadien" u.a. mit Gabriela Benesch und Florian Scheuba auf dem Spielplan, Regie führt Dora Schneider (Koproduktion mit der Bühne Baden). Am selben Tag beginnt das Literaturfestival "Blätterwirbel", das bis 31. Oktober prominente Autoren und Künstler in die NÖ Landeshauptstadt bringt. So bringt am 21. Oktober Michael Degen unter dem Titel "Theater! Theater!" Unterhaltsames und Nachdenkliches aus den Werken und der Biografie Egon Friedells zu Gehör. Am Tag darauf lesen Alois Brandstetter und Clemens J. Setz beim Abend des Residenzverlags aus ihren Werken, im Abschluss gibt es einen Poetry Slam mit Mieze Medusa und Markus Köhle.

Die Zusammenarbeit mit Peter Brooks "Theatre des Bouffes du Nord" wird auch in dieser Spielzeit fortgesetzt: Im Rahmen des Literaturfestivals wird die Österreichpremiere (23. und 24. Oktober) von "Love is my sin" gezeigt - ein Abend zwischen Theater und Lesung mit 31 Sonetten Shakespeares. Der Theater- und Filmschauspieler Josef Bierbichler gastiert am 21. November mit der Schaubühne am Lehniner Platz mit seinem Projekt "Holzschlachten", einem laut Aussendung des Landestheaters intensiven, verstörenden Monolog über die Routine der grausamen Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus und über den Umgang mit der Vergangenheit und der Schuld.

Mit der Kindertheatereigenproduktion "Lenchens Geheimnis", einer Uraufführung von Michael Endes Kinderbuch (11. Oktober), zeigt das Landestheater "Kindertheater, das ohne erhobenen Zeigefinger mit Wärme und Humor wesentliche Lebensthemen berührt und vervollständigt". Zudem finden sich im Spielplan u.a. Horvaths "Kasmir und Karoline" (u.a. mit Roland Düringer und Dietrich Sigl) und Samuel Becketts "Oh Les Beaux Jours". (APA)

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