Studienanfängerzahl an Pädagogischen Hochschulen verdoppelt

5. Oktober 2009, 12:13
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Schmied: Gewerkschaft "nicht immer ganz präzise"

Wien - Die Zahl der Studienanfänger an den Pädagogischen Hochschulen (PH) hat sich heuer gegenüber dem Studienjahr 2008/09 beinahe verdoppelt. Dies gab Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) am Montag bei einer Pressekonferenz anlässlich des Welttags der Lehrer und des Semesterbeginns in Wien bekannt. Demnach begannen im vergangenen Studienjahr 985 Personen ein Studium an einer der neun staatlichen PH, heuer werden es voraussichtlich rund 1840 sein. Besonders starke Zuwächse verzeichnen die PHs Steiermark, Wien und Salzburg.

Auch an der größten privaten PH, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, gibt es ein deutliches Plus: Derzeit sind 28 Prozent mehr Studenten inskribiert als im Vorjahr, allerdings läuft die Einschreibefrist noch bis Ende November, hieß es am Montag. Schlussendlich könnte das Studentenplus noch auf 35 bis 40 Prozent steigen, rechnet man an der kirchlichen PH.

Diese Entwicklung hänge natürlich auch mit der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Arbeitsmarktsituation zusammen, so Schmied. Mit dieser Nachfrage habe sie aber keine Sorge, dass man den Bedarf nicht decken könne, der angesichts der Altersstruktur der Lehrer entstehen werde. Zwischen 2013 und 2025 geht die Hälfte aller Lehrer in Pension. In der Vorwoche hatten die Lehrer-Gewerkschafter vor einem dramatischen Personal-Engpass und einem damit verbundenen "Debakel" gewarnt.

Die Gewerkschaft argumentiere hier "nicht immer ganz präzise", so Schmied. Vor kurzem hätten die Personalvertreter noch vor einer hohen Lehrer-Arbeitslosigkeit gewarnt. Natürlich könne man nicht ausschließen, dass es da und dort Probleme zu lösen gebe - summa summarum sei man aber auf einem guten Weg. (APA)

  • Lehrersein: Noch immer beliebt
    foto: corn

    Lehrersein: Noch immer beliebt

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