Schwarzes Jahr für italienische Modebranche

5. Oktober 2009, 12:08
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Experten erwarten bis zum Jahresende einen Umsatzrück­gang von 15 Prozent, die Branche verstärkt den Druck auf Staatshilfe

Rom - Die italienische Modebranche erlebt ein schwarzes Jahr. Bis Ende 2009 rechnet die Modeindustrie mit einem 15-prozentigen Umsatzrückgang, teilte die nationale Kammer der italienischen Modeindustrie mit. Beim Export dürfte der Rückgang 23,2 Prozent betragen. Bei den Importen wird mit einem Minus von vier Prozent gerechnet.

Die Modebranche verschärft den Druck auf die Regierung Berlusconi für Hilfsmaßnahmen. Zwischen Jänner und April 2009 seien in der Textil- und Modeindustrie 43.600 Jobs verloren gegangen. Werden die in Kurzarbeit befindlichen Arbeitnehmer dazugezählt, steigt die Zahl auf 52.600, berichtete der Präsident des Verbands der italienische Modeindustrie, Mario Boselli.

"Die Mode ist ein Eckpfeiler der italienischen Wirtschaft und soll in dieser Krisenphase dementsprechend unterstützt werden", betonte Boselli. Die von der Regierung Berlusconi beschlossene Steuerentlastung für Unternehmen, die ihre Gewinne neu investieren, bezeichnete Boselli als absolut unzulänglich, um der Branche unter die Arme zu greifen. "Diese Maßnahme ist keine Hilfe, weil die Unternehmen in dieser Krisenphase keine Gewinne verzeichnen", erklärte der Unternehmer. Die Mode- und Textilbranche beschäftigt in Italien 757.000 Personen und generiert einen Jahresumsatz von 70 Mrd. Euro. (APA)

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