Bürgermeister-Stichwahlen in 37 Gemeinden

5. Oktober 2009, 11:06
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Entscheidung am Sonntag - Grüne Wahlempfehlung für Koits vor SPÖ-FPÖ-Duell in Wels

Linz - In 37 oberösterreichischen Gemeinden finden am Sonntag, dem 11. Oktober Bürgermeisterstichwahlen statt. Dort hat jeweils der erstplatzierte Kandidat bei der Bürgermeisterdirektwahl am 27. September nicht die notwendige 50-Prozent-Hürde übersprungen. Besonderes Interesse gilt der Stichwahl in Wels, wo es ein Kräftemessen Rot gegen Blau gibt.

Der Welser Bürgemeister Peter Koits (SPÖ) ist im ersten Wahlgang von einer Absoluten mit 74 Prozent auf knapp 43 Prozent abgestürzt und muss seinen Sessel nun gegen den Freiheitlichen Bernhard Wieser, der gut 29 Prozent der Stimmen bekam, verteidigen. Für dieses Duell hat der Grüne Klubobmann Gottfried Hirz gemeinsam mit der Welser Stadtpartei am Montag eine Wahlempfehlung ausgesprochen: Sie rufen dazu auf, zur Urne zu gehen und für Koits, der stets aktiv gegen rechtsextreme und neonazistische Aktionen auftrete, zu votieren.

ÖVP- oder SPÖ-Kandidat

In 24 Gemeinden haben die Bürger die Auswahl zwischen ÖVP- und SPÖ-Kandidaten. Im klassisch roten Laakirchen etwa verloren die Sozialdemokraten nicht nur ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat, sondern auch Bürgermeister Klaus Silbermayr rasselte von 81,4 auf 49,10 Prozent herunter und muss seinen Sessel nun gegen Anton Holzleithner von der ÖVP (33,8 Prozent im ersten Wahlgang) verteidigen. Ebenfalls deutlich, verlor der Ennser SP-Stadtchef Stefan Karlinger, der von 61,5 auf 48,45 Prozent fiel. Damit muss auch er in die Stichwahl, sein Kontrahent Harald Weingartner (31,5 Prozent) kommt von der Volkspartei.

Schwarz gegen Blau

In fünf Gemeinden lautet das Match Schwarz gegen Blau, wobei viermal der ÖVP-Vertreter als Favorit ins Rennen geht und einmal - in Saxen - jener der FPÖ. SPÖ-Anwärter treten in Mattighofen und in Langenstein gegen Bürgerlisten-Kandidaten, in Ternberg gegen einen BZÖ-Mann an. In allen drei Gemeinden haben die Sozialdemokraten im ersten Wahlgang ein besseres Ergebnis als ihre Herausforderer erzielt.

Im Großteil der 444 oberösterreichischen Gemeinden ist keine Stichwahl nötig, hier erzielte bereits im ersten Wahlgang ein Kandidat die absolute Mehrheit. 14 Gemeinden bekommen nun einen neuen Bürgermeister: In acht Orten hat die ÖVP den Chefsesel erobert, in zwei die SPÖ. Auch das BZÖ stellt künftig zwei neue Bürgermeister, die FPÖ und eine Bürger- bzw. Namensliste jeweils einen.

Nach derzeitigem Stand (die bevorstehenden Stichwahlen nicht eingerechnet) entfallen auf die ÖVP 307 Bürgermeister, das sind um 14 weniger als bisher. Die SPÖ hat 86 Bürgermeister fix, das ist ein Minus von 24. Die FPÖ stellt nach wie vor acht Ortschefs, sechs entfallen auf Bürger- und Namenslisten. (APA)

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