Auto-Diebstähle: Trend zu niedrigpreisigen Autos

5. Oktober 2009, 10:56
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Ähnliche Entwicklung in Deutschland - Airbags als Ersatzteile bei Kfz-Einbruchsdelikten für den Markt im Osten interessant

Wien - Kriminelle setzen bei Autodiebstählen stärker auf niedrigpreisige Fahrzeuge oder "nicht mehr ganz neuwertige Autos gehen", so Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts (BK). Mögliche Erklärungen für diesen neuen Trend seien, dass neue Autos besser gesichert sind und die Kontrolldichte der Polizei hauptsächlich bei neuen Fahrzeugen erhöht wurde. Außerdem sei der Ersatzteilbedarf für ältere Kfz gestiegen.

Ein ähnliches Phänomen beobachte man im Übrigen auch in Deutschland: Der Diebstahl von hochpreisigen Autos ist zwar auch angestiegen, "aber nicht so stark wie bei niedrigpreisigen", erklärte Reinhardt Toralf, Pressesprecher des Landeskriminalamt Brandenburg.

Zunahme beim Diebstahl von Airbags

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich verzeichnet man beim Einbruch in Fahrzeuge eine Zunahme beim Diebstahl von Airbags. Hierzulande ist dieser Trend seit etwa drei Monaten feststellbar. Bevorzugte Marken der Täter sind VW und Toyota. Aber auch Navigationsgeräte, die für den Markt im Nahen Osten interessant sind, stehen ganz oben auf der Liste von Straftätergruppierungen. Beim Kfz-Einbruch, wo es um Beschaffung von Ersatzteilen geht, zeigte sich zuletzt - bei Tätern, die in Österreich aufgegriffen wurden - dass 60 Prozent von ihnen aus der Slowakei operierten.

Von den bekanntgewordenen Tätern weiß man, dass diese hauptsächlich aus Russland, der Ukraine, Georgien, Moldawien, Rumänien und den Westbalkanstaaten Serbien, Montenegro, Albanien und Mazedonien stammen. Danach erst kommen Länder wie Polen, Ungarn, Tschechien oder die Slowakei.

Autodiebstähle nahmen seit 2008 wieder zu

Nach mehreren Jahren, in denen die Zahlen der Kfz-Diebstähle zurückgegangen sind, bewegen sie sich seit 2008 wieder in die Höhe. Negative Spitze war der März 2009, wo in Österreich 499 Pkw und Kombis gestohlen wurden, davon alleine 307 in Wien. Darauffolgende Analysen der Kriminalisten haben zu Maßnahmen - wie dem Einsatz der Sonderkommission Ost (Soko Ost) oder der Kfz-Sonderermittlungsgruppe im Burgenland - geführt. Erklärtes Ziel war, zumindest wieder unter das Niveau des Vorjahres zukommen. "Und dort bewegen wir uns derzeit", sagte Lang. Seit der zweiten Jahreshälfte 2009 "bewegt sich die Kurve wieder runter". (APA)

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    Autodiebe haben es neuerdings vermehrt auf billigere Autos abgesehen.

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