"Homo Oeconomicus" nicht mehr weiß und männlich

5. Oktober 2009, 10:33
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Weiße Männer prägen laut Beratungsfirma nicht mehr "Elite der Topqualifizierten"

Berlin - Weiße Männer prägen nicht mehr die Elite der Topqualifizierten. Weltweit seien nur noch 17 Prozent der Fachkräfte männlich und weiß, berichtet die "Welt am Sonntag" aus einer Studie der Beratungsfirma Booz & Company. 83 Prozent der Fachkräfte sind demnach weiblich, farbig oder beides. Demnach gibt es auch regional große Verschiebungen. So würden in der Region Asien/Pazifik heute bereits 54 Prozent der potenziellen Führungskräfte weltweit ausgebildet, während es in den USA und Westeuropa zusammen nur noch 22 Prozent seien.

Kaufentscheidungen bei Frauen

Der Deutschlandchef von Booz & Company, Stefan Eikelmann, verwies in der "WamS" darauf, dass vor allem Frauen Kaufentscheidungen treffen und zunehmend Geschäfte in den Schwellenländern gemacht werden. "Da helfen rein weiße, männliche Führungsteams nicht weiter." In vielen deutschen Unternehmen seien diese aber noch die Regel, berichtete die "WamS". So bringe es Bosch in der deutschen Führungsebene nur auf einen Frauenanteil von acht Prozent, in der Geschäftsführung gebe es keine einzige Frau und keinen einzigen Ausländer. Bei der Deutschen Post sei zwar jede vierte Führungskraft weiblich, dafür sei der Ausländeranteil sehr niedrig. Und der Pharmakonzern Bayer habe zwar 386 Manager aus 23 Ländern. Dort liege der Frauenanteil aber nur bei 4,7 Prozent. (APA/AFP)

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    Wurde der weiße Mann von seinem Thron gestoßen? Laut Studie herrscht zunehmend Diversität in den Führungsetagen.

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