Die besten Europa-Aktienfonds

5. Oktober 2009, 09:41
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Auch in einem Umfeld mit verhaltenem Wachstum können die Gewinne komfortabel gesteigert werden

Trotz der schlechten Prognosen für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr sehen Experten für europäische Aktien nicht schwarz. Zuletzt hätten sich die Gewinne der Unternehmen wieder stabilisiert. Auch in einem Umfeld mit verhaltenem Wachstum könnten die Gewinne komfortabel gesteigert werden.

Die Top-Europa Aktienfonds

Von einer weiterhin positiven Marktentwicklung geht auch Matthias Habbel, Manager des hp&p://-Euro-Select-Universal-Fonds, aus. Der Fonds führt das aktuelle e-fundresearch-Ranking auf Basis der risikoadjustierten Rendite (Sharpe Ratio) der letzten fünf Jahre an. Über diesen Zeitraum brachte er Anlegern eine durchschnittliche jährliche Rendite von +10,73 Prozent. Auf Dreijahressicht waren es immerhin +5,95 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Fonds ein Plus von 27,72 Prozent erzielt.

Unwesentlich besser entwickelte sich seit Jahresbeginn mit einer Performance von +27,82 Prozent der Zweitplatzierte PriFund European Equities A C EUR. Auf Dreijahres- bzw. Fünfjahressicht konnte der Wert um +5,95 bzw. +10,73 Prozent gesteigert werden. Julien Bernier, Manager des Drittplatzierten Digital Funds Stars Europe Acc, hat derzeit im Fonds Übergewichtungen bei Nicht-Basiskonsumgüter- und Technologiewerten umgesetzt. Untergewichtet sind Healthcare und Basiskonsumgüter.

Risiko- & Gewinn-Verhältnis des Marktes attraktiv

Seit dem Jahresbeginn hat Bernier's Fonds eine Performance von starken +35,40 Prozent hingelegt. Er ist der Meinung, dass das Risiko/Gewinn-Verhältnis des Marktes seit nunmehr sechs Monaten höchst attraktiv ist. „Trotz der jüngsten Rallye deuten unsere Bewertungsmodelle nicht auf eine Übertreibung hin", so Bernier. Das Gegenteil sei der Fall. Das zeige schon alleine, dass das Zinsniveau sehr niedrig ist, die Dividendenrenditen dagegen in vielen Fällen höher.

Schlechte Prognosen - aber Gewinne haben sich stabilisiert

Trotz schlechter Prognosen - das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone soll heuer um vier Prozent zurückgehen, in den USA um -2,5 Prozent - haben sich laut Bernier Gewinne der Unternehmen stabilisiert. Dementsprechend guter Dinge ist der Experte. Das für das kommende Jahr vorausgesagte langsame Wachstum würde mehr als ausreichen um komfortable Gewinne zuzulassen. Schließlich wären 2010 kaum Neueinstellungen zu erwarten.

Anzeichen, dass sich der Abschwung verlangsamt

Auch Thorsten Winkelmann, Manager des Allianz RCM Europe Equity Growth - W - EUR gibt sich optimistisch. In den letzten Wochen hätten sich die Anzeichen vermehrt, dass sich der Abschwung verlangsamt und der Tiefpunkt erreicht ist. „Die Kapitalmärkte haben ihre Funktion aufrechterhalten und vor allem in der Eurozone stehen gute Unternehmen nicht vor einer Kreditklemme", so. Es würde derzeit durchaus investiert und auch Kapital gesammelt werden.

Dis-inflationäres Umfeld erwartet

Die Experten der Allianz erwarten in den nächsten Monaten ein dis-inflationäres Umfeld. Inflationäre Tendenzen wären erst später ein mögliches Szenario. Auf kurze Sicht würde das Risiko weiterer Deflation bestehen. „Wir schätzen die Lage so ein, dass das rechtzeitige Handeln der Regierungen und Zentralbanken auch eine längere Deflationsperiode verhindern wird", so Winkelmann.

Habbel setzt auf Telekommunikation

Habbel rechnet nach eigenen Angaben ab Ende 2010 mit steigender Inflation. Er hat derzeit im hp&p://-Euro-Select-Universal-Fonds den Telekommunikationssektor und dividendenstarke Werte übergewichtet. Untergewichtet sind zyklische Werte. Er orientiert sich bei seinen Anlageentscheidungen an Faktoren wie dem Kurs/Buch-Verhältnis, Verschuldungsgrad, Cash Flow sowie Liquidität und Zinsniveau.

Ertrag von zehn Prozent jährlich möglich?

Ed Lugo, Manager des Franklin European Growth Fund, sucht nach Unternehmen, die über langfristige Wettbewerbsvorteile und starke Bilanzen Free-Cash-flow generieren und einen attraktiven Preis haben, wie er gegenüber e-fundresearch erklärt. Diese Faktoren würden unabhängig vom Makroumfeld immer eine Rolle spielen. „Ein Unternehmen sollte in den nächsten fünf Jahren bei geringem fundamentalem Risiko einen jährlichen Ertrag von zehn Prozent bringen", bringt es Lugo auf den Punkt

Erwartungen der Broker wurden übertroffen

Da er einen strengen Bottom-Up-Investmentansatz verfolgt, will Lugo keine Prognosen über die Wirtschaftsentwicklung in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeben. „Über unsere Unternehmen sehen wir, dass sich die Geschäftslage schneller erholt als viele erwartet haben. Die Gewinnentwicklungen haben in vielen Fällen die Erwartungen der Broker übertroffen. Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass sich die Wirtschaft erholt", so Lugo.

Stock-Picking ist das beste Rezept

„Stock-Picking ist in dieser Zeit der Unsicherheit das beste Rezept, um Wert zu generieren", so auch Thorsten Winkelmann. Während es nahezu unmöglich ist das makroökonomische Umfeld vorherzusagen, könne man viel eher analysieren welche Unternehmen jetzt ein größeres Risiko eingehen, nicht nur vorübergehend, sondern ernsthaft in Schwierigkeiten zu geraten. Wichtig sei es die Wettbewerbsvorteile bestimmter Unternehmen herauszuarbeiten und sich zu fragen, ob auch wirklich Produkte mit originärem Wert entwickelt werden.

 

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Alle Daten per 20.07.2009 in Euro / Quelle: Lipper

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Die gesamte Analyse (inkl. einer Tabelle und Charts der besten Japan Aktienfonds) finden Sie hier.

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