Keine Handlanger fürs Christkind

5. Oktober 2009, 09:28
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Chinas Fabriken finden nach massiven Kündigungen wegen der Krise nun keine Arbeiter

Peking - Chinesische Firmen suchen wegen einer Flut an Bestellungen für Weihnachten fieberhaft nach Arbeitskräften.  Da wegen der Wirtschaftskrise zuvor sehr viele Arbeiter gekündigt worden waren, könne das starke Auftragsplus nun nicht mehr schnell genug aufgefangen werden, sagte Ren Xianfang, Analyst von IHS Global Insight in Peking.

Zu Jahresanfang hatten rund 20 Millionen chinesische Wanderarbeiter wegen der Wirtschaftskrise ihren Job verloren, weil die Bestellungen aus Europa und den Vereinigten Staaten eingebrochen waren. Nun steigen wie vor Weihnachten üblich die Bestellungen für Spielzeug, Unterhaltungselektronik oder Kleidung und die Firmen suchen vergeblich nach den Arbeitern, die meist in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

Mangel besonders im Süden und Osten akut

"Die inneren Provinzen des Landes profitieren vom Konjunkturprogramm und von einer stärkeren lokalen Wirtschaft", sagte Ben Simpfendorfer, Analyst der Royal Bank of Scotland in Hongkong. Es sei deshalb für viele Menschen aus dem Landesinneren weniger attraktiv, tausende Kilometer weit für die Arbeit zu reisen. Chinas Regierung hatte wegen der Krise ein großes Konjunkturprogramm aufgelegt.

In den Städten im Süden und Osten, wo China traditionell besonders viele Konsumgüter für die Industrieländer herstellt, ist der Arbeitskräftemangel besonders ausgeprägt. So versuchen etwa in der Stadt Wenzhou die Fabriken nach Behördenangaben bereits, die Arbeiter mit freien Mahlzeiten, klimatisieren Schlafsälen oder Sonderurlaub aus dem ganzen Land anzulocken. (APA)

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    Wegen fehlender Bestellungen aus Europa und den USA wurden zu Jahresanfang rund 20 Millionen chinesische Wanderarbeiter gekündigt. (Bild: Ein Arbeiter in einer Fabrik in der Provinz Guangdong im Jahr 2008)

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